Wie Du einen Blackout vermeiden kannst

Wichtige Fakten zum Blackout

Ein Blackout entsteht, wenn Stresshormone das Gehirn (den Teil, der zum Denken gebraucht wird, der präfrontale Kortex) außer Kraft setzen. Mit einer Einschränkung. Das Kurzzeitgedächtnis ist davon weniger betroffen. Deshalb ist es, entgegen der landläufigen Meinung durchaus gut, kurz vorher - zu einer Prüfung oder einem Auftritt - noch etwas zu lernen. Denn das Kurzzeitgedächtnis ist nur sehr wenig oder gar nicht vom Einfluss des Stresshormons Cortisols betroffen.

 

In jedem stressigen Moment, werden immer auch Stresshormone ausgeschüttet. Man hat festgestellt, dass insbesondere Cortisol das Hirn vernebelt. Denn ist Dein Erregungsniveau auf Normalniveau, sind alle Inhalte wieder abrufbar. Für die meisten Menschen ist auf einer Bühne zu stehen, oder im Mittelpunkt eines Geschehens mit Stress verbunden. Dahinter stecken Versagensängste und die Angst sich zu blamieren.

Was zur Vermeidung eines Blackouts die "halbe Miete" ist

Auf den Punkt gebracht: Eine wirklich richtig gute Vorbereitung ist das Beste. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. Denn bist Du gut vorbereitet und hast mehrfach vorbereitend den Inhalt schon abrufen können, desto breiter sind die Nervenbahnen inzwischen geworden. 

 

Wenn Dir bewusst ist, dass Du dazu neigst, schnell nervös zu werden, dann erst Recht. Um den "roten Faden" zu behalten, kann Dir eine "Mindmap" auch schon beim Lernen helfen. Denn an diesen Eckpunkten kannst Du Dich entlang hangeln. Als hilfreich hat sich auch erwiesen, dass Du die Räumlichkeiten vorher kennst. Oder, dass Du Dir die schlimmsten Momente, die sein können vorstellst. Das, was wir uns vorstellen, trifft ohnehin in den allermeisten Fällen nicht ein. 

 

Zu einer guten Vorbereitung kann auch gehören, dass Du vor einem kleinen Kreis Deinen Vortrag zum Besten gibst. Das kann Dir eventuelle Defizite gut aufzeigen. Bereite Dich auch auf doofe Fragen vor. Manchmal gibt es Blicke von Zuhörern, die Dich irritieren können. Dann ist es wichtig, sich jemanden ins Blickfeld zu holen, der einem ganz offensichtlich wohlgesonnen ist. Spiele am besten alles, was irgendwie sein könnte, einmal durch. 

Wenn sich ein Blackout nicht vermeiden lässt

Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass Du einen Blackout ganz und gar vermeiden kannst. Trotz guter Vorbereitung ist es möglich. Dann heißt es Zeit gewinnen. Du kannst dafür Dein Publikum oder die Prüfungskommission ablenken. Das heißt, dass Du die Frage, die Dich gerade aus der Bahn geworfen hat, noch einmal wiederholst.

 

Je nach Situation, ist es überhaupt nicht schlimm sich zu outen, in dem Du sagst, dass Du gerade den Faden verloren hast. Wer kennt das nicht?! Du erzählst für Deinen Zeitgewinn etwas, was auch zum Thema gehört. Das kann Dich insofern "retten", als dass du dadurch die Kurve kriegst und zurück zu Deinem Ausgangspunkt finden kannst.

 

Sind mit einer Auftritts- oder Prüfungssituation aber viel mehr Stresstrigger verbunden, ist es wahrscheinlich kaum vermeidbar, dass sich die Blackouts häufen. Denn alles, was in solchen Momenten angetriggert wird und Dir zusetzt: Herzrasen, Nebel im Kopf, weiche Knie oder Konzentrationsstörungen werden sich steigern. 

Wenn sich die Blackouts häufen

Jeder, der schon mal in einer Situation einen Blackout hatte, weiß, wie unangenehm sich das anfühlt. Die Angst in einer nächsten Situation wieder einen zu bekommen ist da. Und bei jeder weiteren wird sie noch gesteigert. Da hilft wirklich nur, mal zurückzuschauen.

 

Wann in Deinem Leben hattest Du schon einmal eine ähnliche Situation? Vielleicht verbindest Du damit eine Blamage, die Dir sofort wieder in Erinnerung kommt. Oder, oder oder. Manchmal ist, weil super peinlich, das Erlebnis gar nicht sofort zu erinnern. Dann ist es gleich verdrängt und ins Unterbewusstsein verschoben worden.

 

Und hier kommt meine Arbeit mit dem Wingwave-Coaching ins Spiel. Denn wie Miss Marple mache ich mich daran aufzuspüren, welche Stresstrigger es gibt. Ich finde z. B. emotionalen, körperlichen oder "Spiegelneuronen"-Stress, der mit negativen Erlebnissen aus der Vergangenheit verknüpft ist. Doch durch das hin- und herwinken können sie aufgelöst werden.

 

Prüfungs- oder Auftrittssituationen sind immer besonders. Auch Showprofis wissen das. Doch trotz allem in seiner Kraft und Konzentration zu bleiben ist das Ziel. Und das kann erreicht werden.

Mehr Infos oder eine Beratung unter 040 658 62 082.