Mit Papa stimmt was nicht ...

Mit Papa stimmt was nicht - Kinder spüren sehr genau, dass etwas nicht in Ordnung ist

Was für mega feine Antennen Kinder doch haben können! Ich weiß das von mir selbst, kenne aber auch viele andere Kinder, die auf Sachen von Außen sehr schnell reagieren. Erst Recht, wenn es jemanden aus der Familie bzw. die Eltern betrifft.

 

Ich habe mir auch stets Gedanken gemacht, wenn zwischen meinen Eltern "dicke Luft" herrschte und versuchte mitzubekommen, was das für meinen Vater bzw. meine Mutter zu bedeuten hatte. Und natürlich auch, was das mit mir zu tun hatte. 

 

Noch ein Beispiel aus der Gegenwart: Eine meiner Nachbarinnen und ich hatten eine Meinungsverschiedenheit. Wir haben sie zwar ausräumen können, doch hat das zwischen uns schon etwas verändert. Die Tochter ist per se schon sehr schüchtern (knapp 3 Jahre alt), doch war sie mir gegenüber recht offen. Nach diesem kleinen Konflikt hat sie sich doch etwas zurückgezogen. Sie agiert sehr vorsichtig und hat den Stress ihrer Mutter gefühlt.

Bereits während der Schwangerschaft

Da unverarbeiteter Stress in den Zellen gespeichert wird, kann es sein, dass durch den Stress der Mutter in der Schwangerschaft, der Fötus viel davon mitbekommt. Schon in dieser Lebensphase kann sich Stress als "Spiegelneuronenstress" übertragen. Spiegelneuronenstress: Ich fühle, was du fühlst und es ist mein Stress.

 

Falls ich während des Wingwave-Coachings mit dem Fingertest in der Schwangerschaft lande, ist das mit Sicherheit der Fall gewesen, dass sich der Stress der werdenden Mutter auf das Kind übertragen hat. Damit ernte ich zwar oft Erstaunen bei meinen Kunden, doch ist der Fingertest (auch Myostatiktest) zuverlässig und ein zuverlässiger "Kompass" für mich, beim Herausfinden von Stresstriggern. 

 

Insbesondere der Spiegelneuronen-Stress liegt häufig im schon im zarten Kindesalter vor. Denn Kinder haben nicht, wie Erwachsene, Filter, die Gefühle Anderen zu differenzieren. Das lernen sie im Laufe des Aufwachsens. Sich von den Gefühlen anderer Personen abzugrenzen, bedeutet, dass ein Kind erkennt, dass es mit z. B. der Sorgen von den Eltern nichts zu tun hat. Es ist nicht seine Verantwortung. Und das kann Kinder enorm entlasten.

Spiegelneuronenstress, was das bedeutet

Wenn Papa immer noch Sorgen hat, ernst und nachdenklich auf dem Sofa sitzt und das Kind das erneut registriert, werden häufig falsche Schlüsse gezogen. Dem Kind fällt vielleicht ein, dass der Papa sich gestern über ihn/sie geärgert hat.Das Kind kombiniert daher vielleicht, dass das der Grund für die Sorgen von Papa ist. Also: Ich habe die Schuld, dass es Papa nicht gut geht ...!

 

Was für ein Stress! Und das, obgleich das nur Vorannahmen sind. Kinder hinterfragen das in der Regel nicht. Deshalb kann es sein, dass insbesondere im Kindesalter viel Spiegelneuronenstress entstanden ist. Wenn ich mit Wingwave coache, teste ich vielfach auch, ob es Spiegelneuronenstress gibt. Und "Bingo!" Das ist sehr oft der Fall. Eben weil ein Kind erst lernt mit dem Stress von anderen umgehen zu können.

Sich abgrenzen ist mega wichtig

Um also nicht unnötig auch noch Stress von anderen aufzunehmen, ist es mega wichtig, besonders für sehr empathische Menschen, lernen sich abzugrenzen. Zu erkennen,  dass das, um das, was es im Außen gerade geht nicht unbedingt mir mir zu tun haben muss. Und wenn dem so ist, sich innerlich (mitunter auch äußerlich) klar abzugrenzen. Das hilft, Spiegelneuronenstress zu verhindern.

 

Sich abgrenzen zu können bedeutet aber auch, dass Du nicht total angepasst Deine eigenen Bedürfnisse vernachlässigst. Sondern sich selbst "wertzuschätzen" und für sich selbst gut zu sorgen. Lass Dich nicht überfallen mit Wünschen an Dich. Gebe Dir selbst Bedenkzeit, wenn Du Dich unsicher fühlst. Macht der Gedanke an das,

worum es geht Stress oder fühlt er sich gut an? 

 

Lass Dich nicht zu etwas überreden oder drängen. Wenn Derjenige von Dir eine schnelle Antwort braucht, Du Dir aber unsicher bist, ist ein "Nein" besser, als ein halbherziges "Ja", was Dir im nachhinein Stress macht. Stress, und dabei ist es egal, um welchen Stress es sich dabei handelt (körperlicher, seelischer oder Stress von anderen - Spiegelneuronenstress) ist etwas Belastendes und ungesund. Zumindest wenn er zu oft oder gar chronisch ist.

 

Falls Du noch mehr Infos brauchst, schreibe mir gerne: susanne.koerner@gmx.com