Wie Dir Deine Selbstgespräche bei Angst helfen können

Positive Selbstgespräche unterstützen Dich!

Die Auslöser

Bemerkst Du zuerst die Angst? Oder gehen ihr bestimmte Gedanken voraus? Manchmal bekommst Du das vielleicht sogar mit. Häufig wird der Reiz unbewusst ausgelöst. Denn Deine Erfahrungen sind im Unterbewusstsein gespeichert. Bei Angst ist der Kopf ausgeschaltet. Du brauchst Deine Energie zur Flucht oder zum Kampf. Jedenfalls hat die Natur das ganz clever so gelöst. Sonst könnten wir nicht überleben. Dieser Reflex funktioniert hervorragend und je nachdem welcher Typ Du bist, Flucht- oder Kampf-Typ gehst Du mit Deiner Angst um. Da sie meist überraschend auftritt, vermeiden die meisten ähnliche Situationen.


Die Grundhaltung machts

Meist überfällt die Angst diejenigen, die mit ziemlich viel innerer Anspannung und Druck unterwegs sind. Die eigenen und oft total überzogenen Ansprüche reichen aus, den Stresspegel in die Höhe schnellen zu lassen. Die "ich muss perfekt sein" Menschen und "ich darf keine Fehler machen" Menschen zum Beispiel. Diesen Anspruch hast Du auch für Diejenigen in Deinen Umfeld. Doch nicht jeder ist jeden Tag gleich gut drauf. Wenn Du der Meinung bist, dass das Schicksal Dich ausgekuckt hat, dass Dir scheinbar das Glück "nie" hold ist, oder Du es nicht "verdienst" glücklich zu sein, dann scheint alles aussichtslos. Unsicherheit und Angst als Deine Grundhaltung trägt dazu bei. Wenn Du der Typ bist, der bestrebt ist, es allen Recht machen zu wollen, bist du auch ständig unter innerer Anspannung. Du wirst gegen Windmühlen kämpfen, weil das natürlich einfach nicht gelingen kann. Das sind erhebliche Stressquellen, die viel dazu beitragen, dass Ängste entstehen bzw. aus der Vergangenheit wieder geweckt werden. Hier kannst du gut von positiv gestimmten Menschen abkupfern. Achte mal darauf, wie die sich unterstützen und motivieren!

Negative Formulierungen

Ist Dein Selbstvertrauen gerade nicht auf der Höhe, traust Du Dir und dem Ausgang einer Situation nicht unbedingt etwas Positives zu. Ein zaghaftes "hoffentlich" klappt das ..." unterstreicht Deine innere Haltung noch. Hoffentlich werde ich nicht ... hoffentlich passiert mir nicht ... Wenn Dein Anspruch, dass alles perfekt laufen soll diese Hoffnung auslöst, ist ganz oft genau das Gegenteil der Fall. Das Gehirn kann ein "nicht" oder "keine" nicht umsetzen. Da Angst durch Reize ausgelöst wird, kann ein "hoffentlich bekomme ich jetzt keine Panik" genau diese Panik auslösen. Zwar kann das Gehirn mit keine oder nicht nichts anfangen, jedoch mit dem Wort "Panik". Der Reiz des Wortes "Panik" kann ausreichen, eine Angstattacke in Gang zu setzen. Und damit hast Du genau das, was Du "nicht" haben wolltest. Deshalb: Lass doch am besten gleich negative Formulierungen! Stattdessen, sagst Du dir etwas, was Dich bekräftigt, stärkt. So was wie: "Ich kann das schaffen!" Oder auch: "Ich werde von meiner Seite alles dafür tun, dass mir mein Vorhaben gelingt!" Diese oder ähnliche Aussagen, sind wesentlich unterstützender für Dich, weil sie Dich positiv pushen!

Positive Selbstgespräche

Selbstgespräche führt jeder von uns. Doch wie positiv sind sie? Leider nehmen wir viel stärker das Negative wahr. Wenn Du Dich intensiv mit dem Thema Angst beschäftigst und Deine Gedanken darum kreisen, reicht manchmal schon ein kleiner Reiz aus und das negative Gedankenkarussell steht nicht mehr still. Äußerst ungünstig für Menschen, die ohnehin recht ängstlich sind. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich mit Deinen typischen negativen Gedanken und Selbstgesprächen auseinandersetzt. Zum einen achte auf eine verständnisvolle, beruhigende und sanfte innere Stimme. Zum anderen ändere die Dialoge in bestärkende, aufbauende, wie z. B.: "Du kannst das schaffen!" Sprich Dir Mut zu, rede einfühlsam mit Dir. Wiederhole Deine aufbauenden Selbstgespräche  mehrmals am Tag. Vielleicht erinnerst Du Deine Eltern, wie sie Dich als Kind beruhigten, wenn Du vor etwas Angst hattest. Damit Du häufiger daran denkst, kannst Du Dir zur Erinnerung einen "Anker" setzen. Das kann irgendetwas sein, dass Dich dann gleich daran erinnert, was Du nicht mehr tun wolltest. Es sollte in Dein Blickfeld fallen. Und jetzt Du!


(Quelle: Schnelle Hilfe bei Angst, Cora Besser-Siegmund)