Ich fühle, was Du fühlst - und es ist auch mein Stress!

Was ist eigentlich Spielneuronen-Stress?

Empathie und mit_fühlen

Empathie bzw. Mitgefühl damit kann jeder etwas anfangen. Allerdings, wenn ich von "Spiegelneuronen" bzw. Spiegelneuronen-Stress spreche, wissen damit wenige etwas anzufangen.

 

Empathie ist etwas, was zwar jeder hat, doch in welcher Ausprägung, das liegt daran, wie man diese Eigenschaft von Zuhause mitbekommen hat.

 

Ich bin ein sehr mitfühlender Mensch und aus diesem Grund muss ich mich auch mit Abgrenzung schützen. Ich bemerke, beobachte und erfasse viel bei meinem Gegenüber. Für das Coaching bzw. das therapeutische arbeiten ist das genau richtig, weil ich gut und schnell erkennen kann, worum es geht, bzw. was meinem Gegenüber Schmerz und Probleme bereitet. Doch, wenn mich diese Gefühle mitreißen und herunterziehen, kann das ziemlichen Stress machen. 

 


Spiegelneuronen

Am einfachsten lässt die Funktion von Spiegelneuronen beschreiben, wenn wir an das ansteckende Lachen oder Gähnen durch andere denken. Warum können wir nicht anders und müssen direkt mitgähnen oder mitlachen? Dafür sind die Spiegelneuronen zuständig. Diese Nervenzellen im Gehirn schwingen mit meinem Gegenüber mit, wenn wir sozusagen auf gleicher Wellenlänge miteinander sind. Etwas, was Dir der Andere "spiegelt", was Du auch kennst, bewirkt, dass Du mitschwinkst. Wie stark das ist, hängt mit Deinen Erfahrungen zusammen. Ich hatte mal die Sorge, dass ich unterwegs, wenn es mir körperlich nicht gut geht, umkippen könnte. Wenn ich auf der Straße jemanden sah, der sehr blass war, fühlte ich sehr mit Demjenigen. Meine Gedanken waren sofort, dass es diesem Menschen sicher schlecht geht. Der zweite Gedanke, dass er hoffentlich nicht umfällt, weil ich dann sofort mit umfallen würde. Also wurde in diesem Moment meine Angst durch den Spiegel meines Gegenüber ausgelöst. Spiegelneuronen können aber auch in die andere Richtung funktionieren, also, in die kalte, gewalttätige Richtung.

mitfühlen, mitleiden

Ob ich nun mitfühle oder mitleide, macht einen großen Unterschied. Und genau das macht den Stress aus. Wenn ich nicht nur mitfühle, sondern auch mitleide, löst das in mir (Spiegelneuronen) den gleichen Stress und Schmerz aus. In meiner Coaching-Arbeit teste ich daher: "Es sind Deine Gefühle" bzw. es sind die Gefühle anderer." Natürlich kann beides zutreffen. Es kann also sein, dass Du Stress empfindest durch Deine eigenen Gefühle, die Dich aufgrund eines Erlebnisses überschwemmen. Aber, wenn es nicht nur Deine Gefühle, sondern auch die Gefühle eines anderen sind, kann das doppelt Stress machen. Wenn Du spürst, dass Deine geliebte Mutter, oft sehr deprimiert und traurig ist und Du das mitfühlst, kann es Dich ebenfalls mit herunterziehen. Du spürst nicht nur, dass es Deiner Mutter nicht gut geht, sondern Du fühlst mit und Du leidest, so, wie Deine Mutter auch. Als kleines Kind z. B. , kann Dich das total belasten, wenn Du so aufwächst. Das, was Du als kleines Kind mitbekommst, ist die eine Sache, doch als junger Erwachsener oder Erwachsener kannst Du schneller auf Deine Gedanken Einfluss nehmen und dafür sorgen, dass Du Dich dem Mitleiden entziehst. Diesem Stress kannst du einen Riegel vorschieben.

Was Du tun kannst

Wenn du darum weißt, dass Du ein sehr mitfühlender, empathischer Mensch bist, ist es umso wichtiger auf sich aufzupassen. Es gibt Menschen, die Dir aus diesem Grund z. B. nicht nur ans Herz gehen, sondern die Dich runterziehen können. Wenn Du ein sehr empathischer, einfühlsamer Mensch bist, musst Du unbedingt für Dich sorgen und Dich rechtzeitig abgrenzen - auch, wenn es manchmal schwer fällt. Achte auf Dich, wenn Du darum weißt, sorge für Rückzug und vor allem auch für Abgrenzung. Ihr müsst nicht gemeinsam "untergehen". Gebe innerlich dem Anderen seine Last zurück und behalte nur Deine. Oder gehe innerlich ganz bewusst einen Schritt zurück und distanziere Dich. Es bringt niemandem etwas, wenn es Dir dadurch, dass Du mitfühlst und mitleidest, auch schlecht geht. Wenn Deine Spiegelneuronen anspringen, weil Dich das an etwas Eigenes erinnert, ist das vielleicht der Zeitpunkt, dass Du für Dich selbst sorgst. Du brauchst Dich ja nicht gänzlich zurückziehen, doch wenn Du bemerkst, dass das Leid des anderen auf irgendeine Weise beeindruckt und beeinflusst, achte darauf, dass Du Dich abgrenzt. Die Spiegelneuronen können machtvoller au Dich wirken, als Du es Dir denkst. Und jetzt Du!


Ich bin seit 2010 Systemischer-Coach und biete einen  vielseitigen "Methodenkoffer":

  • Work-Health-Balance Coach für systemische Kurzzeitkonzepte
  • Wingwave-Coach
  • EMDR- und Hypnosetherapeutin
  • magic-words Trainerin 
  • Systemischer Coach 
  • staatl. gepr. Heilpraktiker für Psychotherapie

                                                   (mehr, siehe "Über mich") 

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