Warum schüchterne Menschen viel häufiger gestresst sind

Schüchternheit überwinden lernen

Schüchtern, introvertiert?

Bist Du schüchtern? Vielleicht auch introvertiert? Dann wirst Du genau wissen, was ich meine, wenn ich sage, dass Du viel häufiger gestresst bist. Wobei jemand der schüchtern ist, nicht gleichzeitig introvertiert sein muss und umgekehrt. Schüchternheit kannst Du überwinden. Bei der Schüchternheit stehen soziale Ängste im Vordergrund wie Angst vor Blamage, Ablehnung oder eine Be- und Verurteilung von anderen. Bei Introvertiertheit hast Du diese Ängste nicht, es sei denn Du bist beides. Bist Du introvertiert, brauchst Du die Ruhe und Zurückgezogenheit, um Deine Akkus wieder aufzuladen. Du kannst also als Introvertierter durchaus aus Dir herausgehen und bist so gar nicht schüchtern in Deinem Auftreten. Bist du schüchtern, stellt Dich das ganz oft vor immer wiederkehrende Herausforderungen und Stresssituationen.

 

 


Ängste, die stressen

Als schüchterner Mensch spürst Du oft z. B. die Angst vor Ablehnung. Gedanken über das, was andere bestimmt über Dich denken, kann Dich noch zusätzlich stressen, so wie mich selbst, als ich meinen allerersten Auftritt vor Publikum hatte. Es wir im Kindergarten und ich war die Maria im Krippenspiel. Alle Augen der anwesenden Eltern waren auf mich gerichtet, als ich nur noch eins wollte - weg! Ich musste weinen und konnte deshalb leider nicht weiterspielen. Dieses Erlebnis verfolgte mich einige Zeit meines Lebens. Mein Lampenfieber insbesondere vor Publikum war deshalb recht intensiv und mit den typischen Anzeichen wie: Blackout, leerer Kopf, trockener Mund, schwitzige Hände, Pudding in den Beinen, Herzrasen. Und verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass ein Erlebnis selten allein kommt. Denn es gibt ja noch andere Ängste, wie die Blamage oder Angst vor Hohn und Spott. Doch sind Erlebnisse aus der Vergangenheit nicht mehr im Emotionsspeicher des limbischen Systems, lassen sich diese Ängste und der damit verbundene Stress auch überwinden.

Positive Außenwirkung

Schüchterne Menschen sind häufig viel mehr mit ihrem Äußeren beschäftigt, weil sie sich immer der Angst vor der Ablehnung anderer ausgesetzt sehen.  Wenn mich jetzt z. B. meine Eltern wegen der Blamage im Kindergarten abgelehnt hätten?! Die Sorge bzw. Angst, nicht mehr geliebt zu werden steht sehr im Vordergrund. Da die Außenwirkung so immens wichtig ist, versuchen sie immer "perfekt" auszusehen. Im Perfektionismus liegen auch diese Ängste begründet. Schüchterne sind auch eher geneigt, es eher anderen als sich selbst recht zu machen. Aus der Angst heraus, jemand lehnt mich ab, richtet sich der Schüchterne eher nach den Wünschen und Bedürfnissen anderer. Dabei können sie sich leider vielfach selbst verlieren und gar nicht mehr spüren. Deshalb ist es pure positive Energie, wenn sie für ihr Äußeres Bestätigung und Zuspruch bekommen. Allerdings kann das auch emotional abhängig machen. Und stell Dir den inneren Stress vor, den ein solches Verhalten machen kann! Was andere sagen oder denken, kannst Du eh nicht beeinflussen - deshalb ist es wichtig, sich davon frei zu machen.

Das Selbst stärken

Da ich mich ja bereits als schüchtern geoutet habe, kann ich sagen, dass mir geholfen hat, sich all dessen, was Schüchternheit ausmacht, bewusst zu werden. Durch eine "Selbst-Stärkung" und die Lösung negativer Trigger aus der Vergangenheit kannst Du viel erreichen. Durch eine Selbststärkung wirst Du unabhängiger, stärker und kannst viel bewusster mit diesem Thema umgehen. Allerdings gibt es auch noch eine stärker ausgeprägte Form der Schüchternheit, die man als "Soziale Phobie" kennt. Menschen mit dieser Phobie haben typische Symptome, die zur Schüchternheit gehören in sehr viel stärker Ausprägung. Heute ernte ich sogar Erstaunen, wenn ich sage, dass ich ein schüchterner Mensch bin. Ich konnte im Laufe der Jahre lernen mich zu überwinden und auch meine Ängste abbauen. Mag sein, dass manche Situationen mich aus diesem Grund trotzdem manchmal noch in Stress versetzen. Vieles konnte auch noch mit dem wunderbaren Wingwave-Coaching aufgelöst werden. Dadurch und durch viel Training geht es mir heute damit sehr gut. Und jetzt Du!


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