Kein Schwein ruft mich an!? Warum das auch gut ist!

Ständige Erreichbarkeit kann Dich total unter Stress setzen!

So bleibst Du interessant?

Ich versuche zu umgehen, ständig erreichbar zu sein, wenngleich ich an allen Tagen auch viel online auf Social-Media Kanälen bin. Ich überlege mir schon, mich manchmal weniger zu zeigen. Nicht, weil ich dadurch interessanter werde, sondern weil das auch eine prima Ablenkung vom Wesentlichen sein kann. Mal eben über das Handy auf Facebook vorbeischauen. Mal eben etwas Interessantes posten. Was das angeht, kenne ich durchaus unterschiedliche Meinungen. Die einen sind genau aus dem Grund interessant, weil sie viel und oft etwas von sich zeigen, die anderen genau umgekehrt. Für wen willst Du interessant sein? Wen triffst Du wann an? Auf welchen Kanälen? Gibt es Reaktionen auf Deine Posts und wer liest das? Falls eher weniger, dann ist es vielleicht sinnvoller zu überlegen, wann Du Deine Zielgruppe dort antriffst, damit Deine Arbeit nicht umsonst war. Wenn Du eine innere Anspannung spürst, weil Du mit der Überzeugung herumläufst, dass Du Dich täglich mehrmals zeigen und interessant machen musst, dann kann das viel inneren Druck erzeugen. Das ist vergleichbar, wie bei einem Junkie, der wieder seinen goldenen "Schuss" braucht!

Warten auf "DEN" Anruf!

"Kein Schwein ruft mich an ...?"  Manchmal aber auch das Gegenteil, oder? Ich habe erlebt, dass sich Vorgesetzte mitten in der Nacht darüber austauschten, dass Ihnen Infos fehlten. Die Email an mich ist sicher wichtig gewesen, doch wann ist eigentlich Schluss?! Im Nachhinein hörte ich, dass mein Vorgesetzter durch diese Feststellung so in Aufregung versetzt war, dass er kaum noch schlafen konnte. Hatte das etwas an der Tatsache ändern können? Nein. Nicht immer muss das etwas heißen, doch meist treten die Folgen solchen Drucks, Anspannung und Stresses erst viel später auf, sodass sie mit zurückliegenden Ereignissen oft nicht mehr verbunden werden. Auf der anderen Seite kann das Warten auf DEN Anruf (eines Kunden, eines Auftraggebers, meines Chefs) auch eine sehr innere hohe Anspannung auslösen. Kommt das öfter vor, hinterlässt das einen mit Sicherheit höheren Stresspegel. Wenn man sich in dieser Wartehaltung befindet, kreisen die Gedanken oft nur um das eine, ist man nervös, gereizt, unaufmerksam usw. Eine Grundlage zum Beispiel für plötzliche Unfälle. Deshalb ist es so wichtig eine absolute Deadline für seine Erreichbarkeit zu verabreden!

Zeitmanagement 2.0

Wenn ich jetzt mit dem Spruch rüberkomme: "Was haben wir bloß früher ohne Handy und Internet gemacht?" verdrehen vielleicht einige die Augen. Doch ich behaupte, dass das Wort "Stress" erst in den letzten Jahren in aller Munde ist und nicht aus der Zeit stammt, wo beides noch nicht in unserem Gebrauch war. Stress gab und gibt es immer, weil dieser individuell bewertet und empfunden wird. Doch es gibt auch viel hausgemachten Stress, der nicht sein müsste. Deshalb macht es besonders für Diejenigen, die sehr stark - insbesondere beruflich - eingebunden sind, Sinn, über ihr Zeitmanagement nachzudenken bzw. es zu verändern. Erfasse Deine Zeiten und die Tätigkeiten, die tagtäglich auf Dich zukommen. Erst, wenn Du etwas "schwarz auf weiß" sehen kannst, kann Dir bewusst werden, an welcher Schraube gedreht werden müsste, damit sich Dein Stress verringern kann. Allerdings ist dafür Ehrlichkeit mit Dir selbst ein wichtiger Punkt. Solange Du nicht bereit bist genau hinzuschauen, solange ist das nur halbherzige "Zeitflickerei". Wie "abhängig" Du von Handy und Co. wirklich bist, erfährst Du, wenn Du Dein Handy länger weglegen sollst. Test dich mal!


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