Ein dickeres Fell zulegen? Warum Du das vergessen kannst!

Warum man im Gegenteil immer dünnhäutiger wird

Elefant oder Mimose?

Menschen, die sehr sensibel und empfindsam sind, wünschen sich oft ein "dickeres Fell". Sie stören sich selbst an ihrer Empfindlichkeit und möchten resistenter gegen Verletzungen von außen werden. Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, ich jedenfalls habe das Gefühl, dass ich, je älter ich werde, immer dünnhäutiger werde. Wie kann das sein? Ich habe doch jede Menge Erfahrungen machen können, kann mich deshalb ganz anders schützen und wappnen. Warum funktioniert es trotzdem nicht? Ich kenne meine wunden Punkte doch und trotzdem passiert es mir immer wieder, bei bestimmten Personen und Dingen, dass ich darauf anspringe, sehr emotional reagiere, verletzt bin und - obwohl das alles kenne und weiß, auch häufig immer noch auf die gleiche Weise reagiere. Ärgerlich! Dabei sollte ich mir doch mit den Jahren ein dickeres Fell zugelegt haben! Das Gegenteil ist der Fall! Warum das so ist, will ich in diesem Artikel ergründen.

 


"Du bist aber auch empfindlich!"

Oh, wie oft ich diesen Satz gehört habe! Aber stimmt er wirklich? Teils, teils, würde ich sagen. Ich bin ein empfindsamer, sensibler und leicht zu verletzender Mensch. Doch ich kann die Verantwortung für mein Verhalten auf diese Weise jemand anderen zuschieben. Ich habe ja nichts gemacht. Der Andere ist eben so empfindlich. Deshalb hat er selber Schuld und ich bin fein raus. Wenn ich genauer hinschaue, kann ich feststellen, dass ein Teil bei mir liegt, ein Teil bei dem Anderen. Für meinen Teil kann ich etwas tun. Ich kann mir meine "wunden Punkte" betrachten und sie bearbeiten. Denn etwas, was noch im Körper und im limbischen System des Gehirns gespeichert ist, kann durch Vieles von Außen wieder angetriggert werden. Das ist genau das, was einen dünnhäutiger werden lässt. Wunden, Kränkungen und Verletzungen, die uns seelisch zugesetzt haben, ploppen auf diese Weise immer wieder hoch. Und mit jedem Mal, treffen sie uns wieder und wieder und wieder. Wenn eine Wunde nie wirklich verheilen kann, tut es mit jedem Mal mehr weh, was eben die Haut dünner und uns verletzlicher macht.

Alte Trigger

Unsere Ausbilderin, Cora Besser-Siegmund, hat es "das Rascheln der Blätter" genannt, wenn sie davon sprach, dass etwas von Außen, wie z. B. raschelnde Blätter, uns plötzlich Herzklopfen machen oder total unruhig werden lassen. Warum das so ist? Die raschelnden Blätter triggern etwas an, was uns unbewusst an etwas erinnert, was uns noch als Schreck in den Gliedern sitzt, oder Angst machte. Zeit heilt alle Wunden oder das berühmte Gras, was über etwas wächst, wenn es nur lang genug her ist, reicht manchmal eben einfach nicht. Der Körper vergisst nicht. Weil das so ist und wenn sich Erlebnisse und Erfahrungen wiederholen bzw. häufen, kommen sie irgendwann z. B. als Ängste oder Phobien in unser Leben zurück. Es sei denn, wir ergründen, was eine plötzliche Angst im Fahrstuhl oder beim Autofahren uns sagen möchte. Angst kann man nicht wegreden. Aus diesem Grund wenden wir Wingwave-Coaches uns den alten Triggern zu und ergründen, woher sie stammen und welche Art Stress dahinter liegt. Durch das hin und herrollen der Augen ist es möglich, diese alten Wunden aufzulösen bzw. sie als ein Teil unseres Lebens in den Hintergrund rutschen zu lassen. Erst jetzt können wir etwas wirklich verkraften.

Hilf Dir selbst

Durch das Selbstcoaching kannst Du Dir selbst unterstützen. Dafür gibt es viele unterschiedliche Angebote. Ich empfehle gerne zwei ganz wirksame Werkzeuge, die ich selbst auch immer wieder nutze: z. B. die Wingwave-Musik, die Du auf wingwave.com findest. Es gibt unterschiedliche Stücke, aus denen Du Dir Dein Lieblingsstück auswählen kannst. Die Wirkung dieser speziellen Musik kannst Du durch anklicken des Links nachlesen. Die andere, einfache Möglichkeit, ist, dass Du die Butterfly-Technik nutzt. Einfach die Arme kreuzen und abwechselnd auf die Oberarme tappen. So, wie es Dir angenehm ist. Spüre nach, was sich mit der Länge des Tappens verändert. Wenn Du das Gefühl hast, dass sich jetzt Dein Erlebnis besser anfühlt und Du es verkraften kannst, hörst Du einfach auf. Während des Tappens können sich Deine Gefühle verstärken, bevor sie abfließen. Da fließen dann vielleicht wirklich die Tränen, weil du traurig bist - du schluckst sie nicht einfach herunter. Oder, Du kannst deiner Wut Raum geben. Nimm wahr, was an die Oberfläche kommt und lass zu, dass unterschiedliche Emotionen zu dem Erlebnis gehören. Erst wenn Du das alles bearbeitet hast, kannst Du Dich dran machen ein "dickeres Fell" zu bekommen (Resilienz) :-) 


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Ich bin seit 2010 Systemischer-Coach und biete einen  vielseitigen "Methodenkoffer":

  • Work-Health-Balance Coach für systemische Kurzzeitkonzepte
  • Wingwave-Coach
  • EMDR- und Hypnosetherapeutin
  • magic-words Trainerin 
  • Systemischer Coach 
  • staatl. gepr. Heilpraktiker für Psychotherapie

                                                   (mehr, siehe "Über mich") 

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