Lärm - wann er einfach zu viel ist und Dich stresst!

Typische Symptome durch Lärm

Welche Anzeichen es für stressenden Lärm gibt

Ich kann von mir sagen, dass ich sehr lärmempfindlich bin - schon immer. Aber, heutzutage noch viel mehr. Wenn Du Dich grundsätzlich zu den sensibleren, empfindlicheren Menschen zählst, fühlst Du Dich schneller gestresst. "das Gehirn.info" berichtet z. B. darüber, dass der ständige akustische Begleiter nicht nur stresst, sondern auch das Gehör und Gesundheit beeinträchtigt. Er schädigt auch das Gehirn. Der Grund: Lärm ist ein Stressor. Mehr als 90 Dezibel lösen eine Kampf- oder Fluchtreaktion aus. Der Körper schüttet vermehrt Adrenalin und Noradrenalin aus und setzt Energiereserven frei. Wird es richtig laut, so ab 120 Dezibel, gesellt sich Cortisol hinzu – bei wachen Menschen. Bei Schlafenden stellt sich die Stressreaktion bereits viel früher ein, – mit Folgen für das Herzkreislaufsystem. So ergab eine Studie des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2003, dass Menschen, die nachts vor ihrem Schlafzimmerfenster einen mittleren Schallpegel von 55 Dezibel oder mehr ertragen müssen, ein fast doppelt so hohes Risiko für Bluthochdruck haben als diejenigen, bei denen der Lärmpegel unter 50 Dezibel lag, ("dasGehirn.info"). Lärm auf diese Weise ausgesetzt zu sein, macht allein durch den Anstieg der Stresshormone im Blut langfristig krank.

Stille, Ruhe - ungewohnt für unsere Ohren

Da insbesondere nachts viel früher eine stressende Reaktion einsetzt, habe ich z. B. zunehmend unter Autolärm gelitten, wenn aus der Stille heraus plötzlich ein Auto über das Kopfsteinpflaster am Schlafzimmerfenster vorbei bretterte. Ich spürte oft, wie ich schon sehr viel unruhiger schlief, wenn morgens langsam die "Rush hour" der Autofahrer losging. Um Stress durch Lärm zu vermeiden, ist es wichtiger denn je, weg von der Dauerbeschallung, hin zu Ruhepolen und Stille, um wieder in Balance zu kommen. Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass Lärm auch Spuren im Gehirn hinterlässt. Die Merkfähigkeit und  Konzentration kann stark beeinträchtigt werden. Es gibt aber auch Menschen, denen Ruhe und Stille regelrecht Angst macht, weil es für die meisten von uns in der heutigen Zeit total ungewohnt ist. Ich würde sogar sagen, dass viele gar nicht mehr merken, dass sie unter Dauerbeschallung stehen. Autos, die Bahn, die Flugzeuge - der tägliche Lärmpegel ist so stark angestiegen, dass das Polizei, Feuerwehr Rettungswagen und Co. ihre Sirenen verstärkt haben, damit sie nicht überhört werden. Selbst die Vögel müssen bei so viel Lärm lauter zwitschern, um sich verständigen zu können.

Was Du gegen zu viel Lärm tun kannst

Wenn Du der Meinung bist, dass Du nicht in der Lage seist, gegen den Lärm etwas zu unternehmen, dann stimmt das nur bedingt. Wie viele dröhnen sich zum alltäglichen Lärm noch mit lauter Musik zu - ob über Kopfhörer oder  vielleicht sogar, weil er selbst Musik macht und als Musiker einer Band sein Geld verdient. Es stimmt natürlich, dass jeder unterschiedlich stark auf Lärm und Stress reagiert, trotzdem könntest Du ganz bewusst Ruhepausen in Deinen Tag einplanen. Ruhepausen, in denen Du nicht vom Handy oder Festnetztelefon, von jemandem aus Deiner Familie oder irgendwelchen anderen Personen gestört werden kannst. Nehme Dich wichtig und hole Dir Deine kleine Auszeit, Deinen Rückzug. Du wirst es merken, je öfter Du Dir Deine regelmäßige Auszeit gönnst. Denn in der Ruhe liegt die Kraft, wie allgemein bekannt. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten Stress zu empfinden, durch was auch immer. In manchen Fällen magst Du Dich ihm ausgeliefert fühlen, doch kannst Du anfangen, ihn aus dem Weg zu räumen. Ich bin z. B. umgezogen und schlafe seither viel besser, weil ich nachts nicht mehr durch vorbeifahrende Autos aus dem Schlaf gerissen werde. So gibt es sukzessive immer mehr Stress-Quellen, denen ich auf den Grund gegangen bin und die ich auf diese Weise verändern konnte.


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Ich bin seit 2010 Systemischer-Coach und biete einen  vielseitigen "Methodenkoffer":

  • Work-Health-Balance Coach für systemische Kurzzeitkonzepte
  • Wingwave-Coach
  • EMDR- und Hypnosetherapeutin
  • magic-words Trainerin 
  • Systemischer Coach 
  • staatl. gepr. Heilpraktiker für Psychotherapie

                                                   (mehr, siehe "Über mich") 

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