Mitgefühl: Wann Du eine Grenze ziehen solltest

Wenn ich fühle, was Du fühlst ...

Mitgefühl, mitschwingen

Ich finde nichts schöner, wenn ich das Mitgefühl meines Gegenüber wahrnehme. Das Mitschwingen, mit dem Anderen, ist bei jedem anders ausgeprägt. Dafür verantwortlich sind "Spiegelneuronen" in unserem Gehirn. Wenn wir z. B. jemand fremdes anlächeln und dieser lächelt zurück, oder auch wenn jemand mich angähnt und ich auch gähnen muss. Auch das ansteckende Lachen, was dazu führt, dass ich gar nicht anders kann, als auch zu lachen. In allen Fällen kommunizieren hier die Spiegelneuronen miteinander. Wenn meine Spiegelneuronen ins Schwingen kommen, hat mein Gegegenüber mich mit seiner Art erreicht. Warum z. B. muss ich mitweinen, wenn ein Promi gestorben ist, denn ich nicht einmal kannte, warum spüre ich ganz genau, wenn jemand emotional berührt ist - in diesen Momenten bin ich sehr empathisch. 

 


Unbewusst, intuitiv

Wenn mein Mitgefühl für den anderen mitschwingt, bin ich emotional ganz bei ihm. Wenn meine Spiegelneuronen anspringen geschieht das unbewusst und intuitiv, also ohne, dass ich einen Einfluss darauf habe. Ein Baby z. B. spiegelt Emotionen erstmal nur, dann entwickelt sich das Ich und das Gefühl für andere. Wie stark Empathie ausgebildet ist, dafür ist die frühe Kindheit maßgeblich. Empathie kann sich erst entwickeln, nachdem das Ich, die eigenen Identität entwickelt ist. Bist du ein Gefühlsmensch und erlaubst Dir Gefühle zu zeigen und zu leben? Dann kannst du davon ausgehen, auch sehr emphatisch zu sein. Hast Du aber als Kind viel (emotionalen) Stress erlebt und hast Dich aus diesem Grund von Deinem Schmerz, Deinen Gefühlen abgeschnitten, kann es sein, dass Du aus diesem Grund nicht so mitfühlen kannst. Doch es gibt zwei Seiten der Medaille. Dann nämlich, wenn aus Leid Mit_leid wird. Denn Emotionen, auch die anderer, machen Resonanz im Körper.

Dein Leid, mein Leid

Durch die Spiegelneuronen und das Mitgefühl für andere, kann es sein, dass Du Emotionen von anderen mitträgst. Im Wingwave Coaching-Prozess gibt es daher den Test: "Es sind Deine Gefühle, es sind Gefühle von anderen." Deshalb kann geteiltes Leid durchaus doppeltes Leid sein. Wenn du also ein sehr empathischer Mensch bist, solltest Du aufpassen, dass Du Dir emotional nicht zu viel auflädst und schaust, was zu Dir gehört und was zum anderen. Wenn Du vielleicht aus Liebe zum Vater, oder aus Loyalität zum Chef etwas trägst, was nicht zu Dir gehört und emotional zu (D)einer Last werden kann, spätestens dann ist es an der Zeit, Grenzen zu ziehen. So kannst Du vielleicht zu viel an Verantwortung tragen - nämlich nicht nur für Dich, sondern Du übernimmst auch die Verantwortung, die jemand anderes nicht wahr nimmt. Oder Du trägst aus Loyalität etwas mit Dir herum, was jemand anderes nicht ausspricht, weil er es nicht kann (zu feige ist). Auf diese Weise kann auch Spiegelneuronen-Stress entstehen.

Spiegelneuronenkraft

Spiegelneuronen haben u. a. die wichtige Aufgabe, uns intuitiv vor Gefahren zu warnen. Andererseits, um aus emotionalem Stress aussteigen zu können, wenn wir zu sehr mit dem anderen mitschwingen, ist es erforderlich neue Erfahrungen zu machen, neues dazuzulernen. Wenn typische Muster ablaufen und uns zu falschen Annahmen kommen lassen, ist es an der Zeit, sich von der emotionalen Vergangenheit zu befreien. Im Wingwave-Coaching und der Prüfung: "Es sind Deine Gefühle, Gefühle anderer" und dem nachspüren wo im Körper sie wahrnehmbar sind, lassen sie sich punktgenau auflösen. Klienten äußern dann oft, dass sie sich erleichtert fühlen. Wenn Du also weißt, dass Du ein sehr empathischer Mensch bist, ist es immer wichtig auch auf Deine inneren Grenzen zu achten, damit Dir emotionaler Stress nicht Energie raubt, oder Dich gar krank macht. Fazit: Das bedeutet, dass Du wachsamer dafür wirst, was Du Dir anziehst, mit wem Du Dich zusammentust (Partner, Job, Freunde) und Dich immer gut abgrenzt.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Ich bin seit 2010 Systemischer-Coach und biete einen  vielseitigen "Methodenkoffer":

  • Work-Health-Balance Coach für systemische Kurzzeitkonzepte
  • Wingwave-Coach
  • EMDR- und Hypnosetherapeutin
  • magic-words Trainerin 
  • Systemischer Coach 
  • staatl. gepr. Heilpraktiker für Psychotherapie

                                                   (mehr, siehe "Über mich") 

Die STARKmacherin - für Frauen: Coaching für souveränes Auftreten im Beruf. Mein Frauenspecial zur Stärkung der Persönlichkeit und für mehr Selbstsicherheit.

Ich mache Frauen stark!