Macht der Gewohnheit? Wie Du (schlechte) Angewohnheiten verändern kannst!

Wie du Alltagsroutinen umprogrammierst!

Praktisch, oder hinderlich?

Alltägliche Abläufe erschaffen Automatismen, die Dir Dein Leben leichter machen können. Dadurch, dass etwas bereits wie von selbst geht, ohne dass wir darüber nachdenken müssen, ist es ja bereits ein gut funktionierenden Muster. Das Gehirn hat dieses Muster automatisiert, sodass meistens ein kleiner Reiz schon reicht. Beispiel: Ich packe langsam alles für meinen Umzug zusammen, entferne Dinge, auf die meine Nachmieter keinen Wert legen und entsorge gleichzeitig Vieles. In Gedanken fasse ich noch jeden Morgen zu einem Band meiner Raffrollos in der Küche, doch sind sie schon seit 3 Tagen nicht mehr da! Ich habe offenbar die morgendliche Routine noch im Kopf/Gehirn. Doch so, wie wir uns etwas angewöhnt haben, können wir uns auch etwas Neues erschaffen!


Schlechte Angewohnheit

Gerade, wenn etwas schnell gehen soll und pragmatisch ist, perfektioniert man eine Angewohnheit gerne auch weiter. Blöde nur, wenn es eine schlechte ist. Besonders, wenn damit Rituale verbunden sind, wie jeden Morgen schon zum Frühstück Schokolade: Nutella. Oder, ich gewöhne mir an, immer in der Mitte der Zahnpastatube zu drücken, weil ich es einfacher finde. Raucher werden es z. B. viel schwerer haben sich das Rauchen abzugewöhnen, weil damit noch soziale Kontakte verbunden sind. Personen, die eigentlich abnehmen wollen und sich schwer tun, auf das typische Naschen vorm Fernseher zu verzichten. Solche Angewohnhei-ten haben oft sehr viel Macht. Wenn ich aus diesen Routinen aussteigen möchte, braucht es nicht nur einen festen Willen. Ein motivierendes 

Ziel und einen guten Grund, warum ich etwas verändern möchte. Besser ist, wenn ich nicht das bestehende Muster verändere, sondern ein neues kreiere. Also ein altes gegen ein neues eintausche. Es wird nur schwer gelingen ein eingefahrenes Muster zu verändern. Leichter ist dagegen, etwas Neues zu lernen.

Auslöser, Belohnung

Wenn die Macht der Gewohnheit Vieles in meinem Leben bestimmt, fängt man am besten mit dem an, was sie auslöst. Wie sind Deine Routinen entstanden? Um beim Rauchen zu bleiben, fing ich mal damit an, weil mich die Wirkung neugierig machte. Was aber viel wichtiger war, ich wollte dazugehören. Auf einer Klassenreise, 16 Jahre alt, fing ich an zu paffen und fühlte mich irgendwie cool und erwachsen. Zur Macht der Gewohnheit wurde es damals aber erst, als mir jemand zeigte, wie man "richtig" raucht. Nur der feste Wille etwas verändern zu wollen, reicht hier nicht. Dafür muss ich meine Angewohnheiten gezielter unter die Lupe nehmen. Was sind die Schlüsselreize und Auslöser, welche Belohnungen bekomme ich dadurch, was stellt das für mich sicher? Freue ich mich schon auf mein Frühstück, weil ich mich mit einem dicken Nutellabrot belohne, besänftige, ablenke, tröste? Es gilt zu verändern, in dem Du genau hinschaust und erkennst: Welcher Impuls wird angeregt, was steht im Grunde für das ungesunde Essen? Was kann ich anders machen bzw. womit mich stattdessen belohnen?

neu programmieren

Ist einem schon mal aufgefallen, dass man z. B. Langeweile oder Frust mit einer Zigarette bekämpft, ist das die halbe Miete. Wenn ich ein dickes Nutellabrot schon am Morgen brauche, steckt vielleicht dahinter, dass ich mich tröste, weil ich keine Lust auf Schule oder die Arbeit habe? Wenn ich die Routine dahinter verändere, also die Zigarettenpause, die ich immer um 10 Uhr mache, weglasse und etwas Wesentliches 

verändere, kann ich der Macht die Gewohnheit nehmen. Um was es hier es hier wirklich geht, ist die Frage. Wenn ich das herausgefunden habe, kann ich anfangen die Routinen zu verändern und mich neu programmieren. Auch wenn ich die Auslöser kenne, wie z. B. die Werbung mir eine Chipstüte vor die Nase hält, weil es so funny ist, dann kann ich darauf reagieren, in dem ich Werbepausen gezielt umgehe. Die Werbung geht da sehr geschickt vor, je nachdem zu welcher Tageszeit Werbung gesendet wird. Es heißt, dass Gewohnheiten "Sparprogramme" des Gehirns sind. Um dem Gehirn neue Nahrung zu geben und es in Schuss zu halten, braucht man neue 

Programme und den Willen zur Veränderung.


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