"Das schlägt mir total auf den Magen!"- Geheimnisse der Organsprache

Der Körper vergisst nicht so schnell

Jeder benutzt sie ...

Den Spruch: "Liebe macht blind" ist z. B. ein Spruch, den wohl jeder kennt. Ich würde das so übersetzen, dass ich vielleicht einiges nicht sehen kann, auch, weil ich es nicht sehen will. Oder, "da dreht sich mir der Magen um!", "das stinkt mir!" sind alles Sprüche aus unserem täglichen Sprachgebrauch. Meistens nutzen wir sie, weil sie zu unserem Leben dazugehören, ohne, dass wir uns tiefere Gedanken darüber machen. Spätestens, wenn es uns körperlich nicht gut geht, sollten wir aufmerksamer dafür werden. Wenn wir Krankheiten auf die Spur kommen möchten, können gerade solche Aussagen viel Aufschluss geben. Ganz oft haben wir eine Sache nicht aus dem Kopf bekommen und können uns daher nicht vorstellen, wenn der Körper damit aber noch nicht durch ist und der Magen drückt, oder wir uns unsicher fühlen, weil uns der Schreck noch in den Gliedern sitzt.

 


Wertvolle Hinweise

Wenn Du "etwas nicht über das Knie brechen" willst, oder Dich etwas "in die Knie zwingt" sind das wertvolle Hinweise dafür, dass wir im Handeln eingeschränkt sind. Wenn wie an diesen Beispielen die Gelenke betroffen sind, macht das die Blockade deutlich. Was blockiert Dich gerade, welche Gefühle liegen dahinter, welche Glaubenssätze? Wie oft hast Du schon gesagt, dass Du etwas nicht begreifen kannst? Greifen, Hände - auch hier wird wieder deutlich, dass die Handlungsfähigkeit (Hände) eingeschränkt ist. Oder, wenn Du "einiges auf dem Buckel" hast, jemandem den Rücken stärkst bzw. niemandem in den Rücken fallen möchtest, verdeutlicht das welche innere Haltung man zum Leben hat. Der Magen muss auch sehr viel verdauen: Etwas liegt mir auf dem Magen, etwas erstmal verdauen müssen, oder wenn wir etwas in uns hineinfressen. Dass hier die Lunge betroffen ist, wird deutlich über "ich muss mir erst mal Luft machen, etwas verschlägt mir den Atem." Das sind einige Beispiele, die verdeutlichen, welche Körperregion bzw. welche Organe gerade betroffen sind.

Kopf schlägt Körper

Mit dem Kopf ist vielleicht ein Erlebnis längst schon keins mehr, jedoch der Körper hat es noch längst nicht verdaut. Das ist sicher auch die gute Seite der Medaille, weil wir es sonst schwer hätten,mit unseren Erlebnissen und Erfahrungen klar zu kommen und weiter zu machen. Der Körper erinnert sich noch lange an Erlebnisse, weil Bilder und Gefühle damit verknüpft sind. Als ich im Herbst 2013 auf nassen Blättern, Gras und matschigem Boden ausgerutscht bin, weiß ich auch heute noch, was ich ersten Moment gedacht und gefühlt habe. Mein Kopf sagte mir: "Aufstehen, Krone richten, weitergehen." Doch mein Körper zeigte mir indessen deutlich, dass ich regelrecht ausgebremst wurde. Ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, dass ich vor Schmerzen gleich die Engel würde singen hören und bereitete mich innerlich darauf vor. Noch nie fühlte ich mich so "unsicher auf den Beinen". Auch noch eine ganze Zeit nach der OP und der Heilung der Wunde am Sprunggelenk brauchte ich aber, um die Sicherheit beim Laufen und in meinem Leben wieder zurück zu bekommen. Länger, als ich gedacht hätte.

Schmerzgedächtnis

Ich erinnere mich an meinen "Ausrutscher" so gut, weil damit Bilder und Gefühle verbunden sind, die mit dem limbischen System verknüpft sind. Allerdings konnte ich alles gut verdauen, weil ich als Wingwave-Coach natürlich das Erlebnis, den Schock, den Schmerz, die Gefühle wie Wut, Unsicherheit, Überraschung und Hilflosigkeit anschließend bearbeitet habe. Danach konnte ich das Erlebnis besser verkraften, was mir mehr und mehr die Sicherheit auf den Beinen und auch im Leben zurückgegeben hat. Die Bilder und Gefühle sind immer noch präsent, doch weder belasten sie, noch wirken sie auf meinen Körper. Sie sind "neutral" geworden, als etwas, was zu meinem Leben dazu gehört. Ich kann darüber erzählen, als säße ich in einem Kino und sehe mich auf der Leinwand. Ich habe also die nötige Distanz und mit dem Erlebnis keinen körperlichen oder seelischen Stress mehr. Es macht also Sinn, manchmal hinter die alltäglichen Sprüche, die wir nutzen zu schauen, wenn man körperlichen Beschwerden auf die Spur kommen möchte. Dafür eignet sich die Wingwave-Methode besonders gut.


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