Wie Du von Deinem "inneren Kind" lernen kannst

Was es ausmacht, Kontakt zum inneren Kind zu haben

Warum "inneres Kind"

Vor zig Jahren lief mir dieser Begriff das erste Mal über den Weg, als ich über mein "inneres Kind" befragt wurde. Obgleich mir das etwas befremdlich vorkam, kam ich sofort in Kontakt mit ihm bzw. ihr. Intensive Gefühle kamen hoch und ich spürte ganz tiefe Trauer. Vom inneren Kind gehen tiefe Bedürfnisse aus, die entweder nicht gelebt werden konnten oder wenn es z. B. viel zuwenig Aufmerksamkeit, Liebe und Zuwendung von seinen Eltern bekommen hat. Wenn Du diese Bedürfnisse auch kennst, wirst Du wissen, was gemeint ist. Du wirst tief in Dir diese Defizite spüren und vielleicht Deine Bedürfnisse auf andere Menschen projizieren. Was Du tun kannst, damit Deine aus der Kindheit entstandenen Bedürfnisse Deine Beziehungen nicht negativ beeinflussen? Das innere Kind wird sich immer wieder bemerkbar machen, weil es gesehen und geliebt werden möchte. Beziehungen privat/beruflich werden davon beeinflusst, aber auch Deine 

Lebensenergie. Ohne Kontakt zum inneren Kind, bist Du häufiger depressiv, ständig auf der Suche (süchtig nach ...) oder wirst oft von Deinen Gefühlen überschwemmt. Sich "ganz" zu fühlen, bedeutet, den Kontakt zum inneres Kind zu haben und voller Selbstvertrauen durchs Leben gehen zu können.

 

Fehlender Kontakt

Fehlender Kontakt zum inneren Kind, lässt Dich immer wieder klein werden. Du traust dir Vieles nicht zu, hast es schwer, an Deine Fähigkeiten zu glauben oder gibst gerne die Verantwortung für Dich ab. Der Wunsch, andere mögen doch sehen, was Du gerade brauchst oder für Dein seelisches Wohlbefinden sorgen, sind beste Beispiele dafür, dass hier der Kontakt zum inneren Kind fehlt. Als Erwachsene/r bist du selbst zuständig für Dich und Dein Leben. Du bekommst z. B. Kontakt zu Deinem inneren Kind, wenn du auf Deine innere Stimme und Deine Bauchgefühle hörst. Mag sein, dass der/die Erwachsene so vereinnahmt wird, dass er/sie sich gar nicht mehr spürt. Wenn sich dann aber eine innere Stimme meldet, die sich z. B.  wünscht, endlich mal wieder den eigenen Bedürfnissen nachzugehen: ausspannen, ins Kino gehen, Freunde einladen, Trubel und Party usw. und der erwachsene Anteil in Dir sich das total verbietet oder übergeht, dann wird das gerne auf andere Dinge übertragen. Da müssen dann Süßes oder Shoppen, Alkohol oder Drogen herhalten, damit Du diese Leere oder Bedürfnisse nicht mehr spüren musst - schmerzliche Gefühle werden vermieden und auf diese Weise betäubt. Oder diese Gefühle dürfen z. B. in Liebesfilmen beweint werden.

Das Kind entdecken

Erinnere Dich, wie Du als Kind warst - der/die Kleine. Hier ein paar Fragen, die dich wieder in Kontakt bringen können:

  • Was macht Dein inneres Kind aus?
  • Was liebt es besonders?
  • Wie sieht es aus?
  • Wenn es einen Film sehen wollte, welchen würde es sich aussuchen?
  • Welches Buch würde es gerne lesen, welche Musik hören?
  • Welche Menschen mag es aus Deinem Umfeld? Wen mag es am liebsten und warum?
  • Welche Kleidung mag es und welche Farben am liebsten?
  • Welcher Arbeit würde Dein Kind nachgehen?
  • Was würde Dein Kind am liebsten tun?

Als liebevoller Erwachsener kannst du sehr viel von Deinem Kind lernen. Allerdings braucht das den festen Willen und die Absicht lernen zu wollen. Wenn Du auf die Gefühle Deines Kindes achtest und ihnen Raum gibst, bist Du auch bereit Gefühle und Schmerz zuzulassen. Mir haben die Bücher von Erika J. Chopich & Margaret Paul, insbesondere das Arbeitsbuch, weitergeholfen, innere Überzeugungen zu hinterfragen, mich meinen Ängsten zu stellen oder auch mein Selbstwertgefühl zu stärken. 


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Ich bin seit 2010 Systemischer-Coach und biete einen  vielseitigen "Methodenkoffer":

  • Work-Health-Balance Coach für systemische Kurzzeitkonzepte
  • Wingwave-Coach
  • EMDR- und Hypnosetherapeutin
  • magic-words Trainerin 
  • Systemischer Coach 
  • staatl. gepr. Heilpraktiker für Psychotherapie

                                                   (mehr, siehe "Über mich") 

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