Wingwave oder EMDR?

Was die Methoden unterscheidet

Die Basis der Methoden

Wingwave und EMDR haben auf jeden Fall eines gemeinsam: die bilaterale Stimulation des Gehirns über

Augenbewegungen. Dabei findet eine Synchronisation beider Gehirnhälften statt. Beim EMDR wird mehr über "Bilder", beim Wingwave mehr über Emotionen gearbeitet. Die Gehirnaktivität wird harmonisiert, was bedeutet, dass man entstresst und entspannt. Man kommt in Balance und u. a. nehmen die kognitiven Fähigkeiten, Konzentration, Kreativität und Leistungsfähigkeit wieder zu. 

 


EMDR

Dr. Francine Shapiro (USA) ist die Begründerin von EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing). Dieses Verfahren ist heute weltweit zur Behandlung von Traumata und Angstzuständen anerkannt. Sie entdeckte 1987 den entlastenden Effekt von Augenbewegungen und anderer Stimulationsmöglichkeiten (Körper-berührungen sowie akustische rechts/links Signale). Das ist viel ungewöhnlicher als man denkt, denn eine bilaterale Stimulation findet z. B. auch beim Lesen eines Buches oder beim Yoga statt. So auch beim Musizieren, z. B. beim Klavierspielen. Schon nach wenigen Sitzungen mit EMDR, fühlen sich viele Klienten deutlich entlastet. Die Stimulation unterstützt das Gehirn, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten. Die Möglichkeiten einer Retraumatisierung durch Überflutung von traumatischen Erinnerungen und Erfahrungen sind jedoch auch gegeben, weshalb man besonders 

behutsam vorgeht. Das auch nur, wenn der Klient emotional stabil ist. Beim EMDR handelt es sich nicht um eine neue Therapierichtung, sondern um ein ergänzendes Zusatzverfahren. Teilweise erstatten Krankenkassen

die Kosten, da es sich um ein anerkanntes Verfahren handelt. 

Wingwave

Die Diplom-Psychologen Cora Besser-Siegmund und Harry Siegmund haben 2001 die wingwave-Methode begründet. Sie wird mittlerweile international von fast 4000 wingwave-Coaches angewendet. Auch dieses geschützte Verfahren wurde bereits mehrfach an Universitäten beforscht und die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt. Gegenüber EMDR gibt es Methodenelemente, die hier Anwendung finden: z. B. ein kinesiologischer Muskeltest (auch Myostatik- oder O-Ringtest), Elemente aus dem NLP und natürlich ebenfalls die bilaterale Stimulation, (auch wache REM-Phasen).  Das Wort "Wingwave" wird so erklärt: Der Wortbestandteil "wing" erinnert an den Flügelschlag des Schmetterlings, der das ganze Klima ändern kann. Das heißt gleichzeitig, dass der "wing" für diese große Wirkung exakt an der richtigen Stelle ansetzen muss. Ein Gelingen wird jeweils durch den Fingertest gewährleistet. Das "wave" stellt eine Assoziation zum englischen Begriff brainwave her, was sinngemäß tolle Idee oder Gedankenblitz

bedeutet.  Durch Wingwave werden Gedankenblitze gezielt hervorgerufen. Wingwave wird u. a. zum Abbau von Leistungsstress und zur mentalen Fitness genutzt. Wingwave ist ein Coaching, keine Psychotherapie und kann eine solche auch nicht ersetzen.

Anwendungen

Sowohl EMDR, als auch Wingwave, bieten eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten. EMDR wird nach wie vor bei schweren Traumen angewandt, doch inzwischen auch bei leichteren traumatischen Erlebnissen und Ängsten. Da die Wingwave-Methode als Coaching Anwendung findet, gibt es hier ebenso vielfältige Möglichkeiten, auch zur Leistungssteigerung. Ich nutze beide Methoden und ergänze ggf. auch mit Hypnose, neben systemischem Coaching. Je nachdem, mit welchem Anliegen der Klient kommt, wird die Methode angewandt, die ihn am meisten und besten unterstützt. Ob die Angst vor einer Prüfung total lähmt, oder die Panik mit einem Fahrstuhl zu fahren, ein plötzlicher, traumatischer Tod eines nahen Angehörigen oder schwer 

überwindbare Angst und Panik - nachdem ich weiß worum es sich handelt, wende ich die jeweils passende Methode an. Mit beiden Methoden erreiche ich meist in wenigen Sitzungen sehr viel für den Klienten, weshalb man bei Wingwave auch von einem "Turbo-Coaching" spricht. Gegenüber anderen Anwendungen ist meist eine zügigere Arbeit möglich. Sie ist nicht nur kurz, sondern auch nachhaltig.  Die Ergebnisse mit EMDR oder Wingwave beeindrucken mich immer wieder und sind absolut überzeugend! 


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