Was eine Stressreaktion erst wirklich zum Stress macht

Wie auch immer andere Stress empfinden, wann etwas für sie Stress ist, ist entscheidend, was sich als belastender Stress auswirkt. Meine Bewertung der einzelnen Situation und um was es dabei für mich geht, ist von Bedeutung, ob Stress als Stress wahrgenommen wird.

 

Als mir eine Klientin erzählte, welche Aufgaben sie tagtäglich alle bewältigt, fragte ich sie sofort, ob sie davon gestresst sei. Sie sagte mir aber, dass sie selbst das nicht so empfindet. Und genau das ist entscheidend.

 

Welcher Bedeutung die eigene Bewertung einer Situation zukommt

Was für den einen im höchsten Maße stressig ist, muss für den anderen längst nicht so sein. Denn meine Prägung und die Bewertung einer Situation, so, wie ICH sie erlebe, macht eine Menge aus, ob mich wirklich etwas stresst, oder nicht.

 

Gedanken, die ich mir in einer Situation mache, wie ich etwas (be)werte, entscheidet, ob mein "Alarmsystem" im Gehirn anspringt, oder nicht. Selbst, wenn es ein Ereignis gibt, was offensichtlich stressig ist, sind meine Gedanken und die Bewertung entscheidend über die Belastung für mich.

 

Nehmen wir mal an, jemand hat mir seine Unterstützung zugesichert, lässt mich aber hängen. Dadurch kommt einiges durcheinander, es wird zeitlich eng und bringt mich unter Druck. Wenn ich jetzt anfange mit allem zu hadern, mich endlos darüber ärgere und mich in alles hineinsteigere und Unzuverlässigkeit etwas ist, was meine Welt sehr belastend empfindet, dann kann das für mich eine ziemlich hohe Stressbelastung bedeuten.

 

Wenn mein Gehirn "updatet", dass Unzuverlässigkeit gleichzeitig große Unsicherheit für mich heißt, und alles in Gefahr bringen könnte, kann das einen ziemlichen Stress in mir auslösen. Die Alarmglöckchen des limbischen Systems melden das und bereits gemachte Erfahrungen in dieser Hinsicht tun das Übrige dazu. Doch, auch wenn Erlebnisse unbewusst noch gespeichert und durch ein erneutes wieder hervorgerufen werden, so ist meine Bewertung durch das, was ich über diese Unzuverlässigkeit denke, entscheidend. 

 

Eine neue und andere Bewertung kann den Stresspegel erheblich senken

Ich kann anfangen, trotz Erinnerungen oder üblicher Gedanken und Handlungen, meine Bewertung eines Ereignisses, Erfahrungen, etwas eine andere Bedeutung beizumessen, etwas anders zu bewerten.

 

Wenn ich hinterfrage, ob meine Bewertung - z. B. in Bezug auf die Unzuverlässigkeit realistisch ist oder überlege, dass es ja einen triftigen Grund dafür geben kann (der überhaupt nichts mit mir zu tun hat), kann ich mich viel eher darum kümmern, dass ich jemand anderen finde, der mich unterstützt. Ich kann mich von negativen Gedanken befreien und loslassen, was mich nicht weiterbringt. 

 

Fazit: Achte auf Deine Gedanken und Bewertungen, damit ersparst Du Dir viel Stress! Es lohnt sich immer, eine Situation, vielleicht auch eine gemachte Erfahrung zu hinterfragen. Hat sie auch heute noch Gültigkeit, oder kann ich aufgrund einer anderen Bewertung neue und positive Erfahrungen sammeln?

 

Entspannte Grüße

 

Susanne Körner


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Ich bin seit 2010 Systemischer-Coach und biete einen  vielseitigen "Methodenkoffer":

  • Work-Health-Balance Coach für systemische Kurzzeitkonzepte
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  • EMDR- und Hypnosetherapeutin
  • magic-words Trainerin 
  • Systemischer Coach 
  • staatl. gepr. Heilpraktiker für Psychotherapie

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