Stress und Druck? Streiche das kleine Wörtchen "muss"!

Ja, dieses kleine Wort hat es faustdick hinter den Ohren :-)!

 

Den meisten fällt es gar nicht mehr auf, wie viel sie so "müssen"

:-)) Oft wird das "muss" vielfach gerade dann genutzt wenn Menschen ohnehin schon sehr in Stress und Hektik sind.

 

Dazu gesellt sich gerne noch das "sollte" und zusammen mit "muss" ergeben sie ein ungutes Team, denn zu Stress und Anspannung kommt jetzt noch jede Menge (selbstgemachter) Druck dazu. Denn was macht "muss" und "sollte" Dir? Wie fühlt sich das an? Wo sitzen Druck, Stress und Anspannung im Körper? Dem hält auf Dauer keiner stand ...

 

Wie Du aus dem inneren Druck und dem ständigen "müssen" rauskommst

 

Was passiert, wenn Du etwas "musst"? Zum einen steigt der innere Druck aber auch der Zwang. Es gibt aber noch einen anderen Aspekt, nämlich zum anderen der, dass das "muss" Dir keine Wahlmöglichkeit lässt. Wenn Du anstelle des "muss" und "sollte" die Worte ich kann/könnte oder ich will/werde einsetzt, sind sie wieder da, die Wahlmöglichkeiten und das ist wesentlich entspannter.

 

"Ich werde heute mal wieder eine Runde joggen!" Oder "ich muss unbedingt wieder Joggen!"

Gern auch genommen, wenn jemand abnehmen möchte: "Ich muss unbedingt ein paar Kilos abnehmen!" Das Wort unbedingt erhöht den Druck noch.

 

Niemand "muss" etwas, sondern kann oder wird, oder will etwas, wie z. B. abnehmen. Druck ist und bleibt Druck. Doch Du hast es in der Hand, einen Entschluss zu fassen und aus freiem Willen heraus etwas zu tun oder zu lassen. Wenn Du jetzt mit dem Argument kommst, dass Du ja arbeiten "musst" um Geld zu verdienen und ein Dach bzw. Deinen Lebensunterhalt zu sichern, stimmt das unter diesem Gesichtspunkt schon. Doch wie genau dein Leben aussieht, wie viel Du arbeitest, wo und wie Dein Lebensstandard aussieht, das hast Du schon zum Großteil in der Hand.

 

Du könntest also sagen: "Ich werde eine Ausbildung zum XXX machen, um mir etwas leisten zu zu können." 

 

Oder auch: "Ich werde Überstunden machen, damit die Arbeit erledigt werden kann."

 

Denn Du wirst ja nicht gezwungen, Geld zu verdienen, sondern hast Dich dazu entschlossen es zu tun um dir etwas leisten zu können, eine Wohnung und ein Auto zu haben etc. Die Konsequenzen, wenn Du nicht arbeiten würdest, trägst Du natürlich auch. 

 

Es ist ein Stück weit Deine Freiheit etwas zu tun oder zu lassen, das aber auch mit allen Konsequenzen. Das einzige, was Du, auch ohne Dein Zutun, wirklich "musst", ist, irgendwann zu sterben.

 

Bevor Du jetzt also mal wieder etwas "musst", womöglich noch unbedingt oder solltest, überlege Dir, ob Du das auch umformulieren kannst, wie z. B.:

 

Ich werde oder will, ich kann oder könnte. 

 

Denn wie fühlt sich das an, wenn Du Dich entschließt? Spüre im Körper mal nach, wie es ist, wenn Du diesen Entschluss fasst. Druck und Zwang lässt Dich schwach werden, zieht dich runter. Ein Entschluss oder eine Entscheidung, die Du für Dich triffst stärkt Dich. Also: Wie ist es, wenn Du jetzt alles dran setzt und z. B. ein paar Kilos abzunehmen um Dich wieder wohler zu fühlen. Wie ist es, wenn Du "musst"?

 

Ein Wollen ist wesentlich entspannter als ein Müssen, daran denke, wenn Du wieder einmal in die "ich muss" Falle tappst. Erst recht, wenn Du ohnehin schon durch anderes unter Druck stehst. Schaff Dir ganz bewusst die Wahlmöglichkeit und die Freiheit - mit allen Konsequenzen - etwas zu tun oder zu lassen. Damit entspannt sich Vieles und ohne Druck werden Entscheidungen auch eher die werden, hinter denen Du wirklich stehen kannst.

 

Möge diese Übung gelingen :-))!

 

Entspannte Grüße

 

Susanne Körner

(Foto: fotolia.com)