Warum Du Dein Problem gar nicht loswerden "darfst"!

Jeder, der gerade ein Problem hat, zeigt mir bei dieser Aussage wahrscheinlich einen Vogel. Doch öfter als Du Dir das vorstellen kannst, ist das so, zumindest unbewusst.

 

Da kommen Menschen zu mir und wünschen sich natürlich ihr Problem "loszuwerden". Das zumindest denken sie.

 

Doch manchmal liegt genau hinter einem Problem ein "sekundärer Gewinn". Das bedeutet, dass es gerade total gut ist, dass es dieses Problem für Dich gibt. Deshalb signalisiert Dir Dein Unbewusstes, dass Du es gar nicht loswerden "darfst"!

 

Dadurch, dass Du vielleicht gerade unter Angst leidest, bekommst Du von Deinem Umfeld besonders viel Zuwendung, weil es Dir schlecht damit geht.

 

Durch Dein Problem kannst Du in Deiner Komfortzone bleiben. Das gibt Dir erstmal Sicherheit. Du kannst ja gerade nicht anders ...

 

Oder, weil Du das Problem hast, kannst Du Opfer sein. Ist manchmal ja auch eine ganz angenehme Rolle, weil Du ja auch über das Opferdasein viel Zuwendung bekommen kannst.

 

Mental möchtest Du wirklich nichts lieber, als dein Problem verlieren. Du möchtest es schnell überwinden, das ist Dein Ziel. Jedoch aufgrund des "sekundären Gewinns", kann es sein, dass Du unbewusst sogar dagegen steuerst.

 

Stell Dir vor, da sagt Dir jemand, dass eine Methode, wie z. B. die wingwave-Methode, Dir wirklich schnell helfen kann. Doch, obwohl Du Dir diese Methode genau aus diesem Grund ausgesucht hast, überkommen Dich urplötzlich große Zweifel. Dich überfällt innere Unruhe und etwas in Dir zieht sich plötzlich zurück. Und das, obwohl Du Dir doch nichts sehnlicher wünscht, als Dein Problem zu überwinden!

 

Wenn Dein Problem "sicherstellt", dass Dir ansonsten die für Dich gerade sehr wichtige Zuwendung aus Deinem Umfeld ohne Dein Problem verloren geht, kann es sein, dass eine unbewusste Blockade dafür sorgt, dass z. B. Zweifel alles infrage stellen. Vielleicht gibt es einen kindlichen Anteil in Dir, der sich wünscht, jemand anderes als Du selbst, möge die Verantwortung übernehmen.

 

Insofern könnte es sogar "negative Konsequenzen" nach sich ziehen, sofern Du Dein Problem überwindest und damit Dein Ziel erreichst. Aber, du kannst etwas dagegen tun, damit sie gar nicht erst eintreten. Angenommen, Du erreichst Dein Ziel (überwindest Deine Angst), dann könntest Du bestimmte Dinge nicht mehr:

  • Du könntest Dich nicht weiter hinter Deinem Problem verstecken
  • müsstest wirklich ins Handeln und Tun kommen
  • hättest keinen "Schutz" mehr, denn Deine Komfortzone wäre nicht mehr da
  • könntest nicht "automatisch" Zuwendung von Deinem Umfeld erhalten
  • würdest weniger im Mittelpunkt stehen und würdest weniger Aufmerksamkeit bekommen
  • Dir würde u. U. weniger Hilfe und Unterstützung zu Teil

um mal einige Konsequenzen zu nennen. Du siehst also, alles hat zwei Seiten. Doch die "negativen Konsequenzen" müssen ja gar nicht eintreten. Denn auch dagegen kannst Du etwas tun. Es ist nur wichtig, sich dieser Seiten bewusst zu werden. 

 

Was musst Du tun, lernen oder verändern, damit die "negativen Konsequenzen" gar nicht erst eintreten?

  • Angebote, die Dich Deinem Ziel näherbringen annehmen und umsetzen
  • Dich selbst gut unterstützen und alles dafür tun, damit es Dir sukzessive besser geht
  • Schauen, was Dir gut tun, womit Du Dir selbst etwas Gutes tun kannst
  • Dich belohnen, wenn Du etwas geschafft hast, was Dir gerade schwer fällt
  • Selbstcoaching ausprobieren, damit Du Dir auch allein helfen kannst

und Vieles andere mehr. Je mehr Du Dich dafür öffnest, dass Du Dir selbst hilfreiche Unterstützung geben kannst, um so Dein Problem besser zu überwinden und an ihm gleichzeitig persönlich zu wachsen, desto leichter bekommst Du Dein Problem in den Griff. Und Du machst Dich unabhängiger von anderen, auch, was Aufmerksamkeit und Zuwendung angeht.

 

Es ist ein Trugschluss und es mag sein, dass es in der Vergangenheit so geklappt hat, dass Dir Dein Umfeld viel abgenommen hat. Doch insgesamt hält es Dich vom Wachstum und deiner Problemüberwindung zurück, wenn Du aus einer Angst heraus wieder so, wie gewohnt, agierst. 

 

Es ist also ein "Pro"_blem und hat immer auch einen Lerneffekt, einen neuen Schritt den Du gehen kannst, im Gepäck. Sofern Du bereit bist, Deine Blockade trotz allem überwinden zu wollen, wird es Dir besser gelingen, wenn Du alle Seiten deines Problems beleuchtest. Jetzt kannst Du viel besser entscheiden, ob Du wie bislang agieren möchtest, oder warum neue Wege und Perspektiven Dich jetzt viel weiter bringen.

 

Trau Dich! Ich wünsche Dir viel Erfolg!

 

Susanne Körner