Gedankenspiralen

Wehe, wenn eine Gedankenspirale, oder auch das Gedankenkarussell in Gang gesetzt wird! Das kennt sicher jeder von uns und es kann ziemlich quälend sein, vor allem, wenn Du schlafen oder abschalten möchtest, oder?


Manche Menschen haben den Eindruck, dass sie ihren Gedanken gar keine Grenzen setzen können, wenn sich erst eine Spirale von Gedanken in Gang gesetzt hat.

 

Sich im Kreis zu drehen fühlt sich überhaupt nicht gut an und Gefühle der Hilflosigkeit, des Ausgeliefertsein verstärken dieses Gefühl noch. Doch, Du bist nicht Deine Gedanken!


Wie Du es schaffst Dein Gedankenkarussell zu stoppen

 

Eine Gedankenspirale bzw. ein Gedankenkarussel bekommt einen Reiz, einen Gedanken, einen Auslöser. Verbunden mit (negativen) Emotionen und werden sie diese Weise am Leben erhalten. In dem Moment, wo Du zur Ruhe kommen möchtest, ist es ziemlich nervig, wenn Du in dem Moment keine Mittel findest, Deinen Gedanken Einhalt zu gebieten. Aber, mit etwas Übung kann es trotzdem gelingen.

 

Du kannst Deinen Gedanken zeigen, wo es langgeht, denn Du bist Diejenige, die die Spirale in Gang gesetzt hat, wenn vielleicht auch unbewusst.

 

Da habe ich mal ein paar Angebote für Dich:

  • Akzeptiere, dass die Gedanken da sind, auch wenn sie Dich gerade nerven oder quälen mögen. Sie weghaben zu wollen, wird nicht gelingen, sondern im Gegenteil, Akzeptanz ist der beste Weg, dass Du mit lernst ihnen umzugehen.
  • Das Gehirn kann lernen, die z. T. unbewussten und automatischen Abläufe Deiner Gedanken zu stoppen, doch geht das nicht sofort. Sich das Wort STOP laut zu sagen, eine Bewegung zu machen und damit seine Gedanken zu unterbrechen, ist eine Möglichkeit. Sie braucht aber etwas Übung und Zeit. Das Gehirn muss sich an den Gedankenunterbrecher erst "gewöhnen".
  • Du kannst Deinen Gedanken Raum geben, indem Du eine bestimmte Zeit und Ort auswählst. Sagen wir mal, Du verfängst Dich oft in Gedanken, was einen bestimmten Kollegen angeht, der Dir schwer fällt. Dieser Kollege bringt Seiten in Dir zum Schwingen, die Dich tierisch aufregen. Nur ein Gedanke, ein Wort genügt und eine Gedankenspirale wird in Gang gesetzt. Damit Dich diese Gedanken nicht total überfluten, unterbrichst Du sie zunächst durch das STOP und verschiebst sie auf den Feierabend. Gebe ihnen einen bestimmten Platz (auf einem bestimmten Stuhl, Sessel oder das Sofa) und z. B. für die Zeit von 30 Minuten, in denen Deinen Gedanken erlaubst, mal alles rauszulassen, was zu diesem Thema gehört. Danach stoppst Du jegliche Gedanken wieder, sollten sie wieder versuchen, sich aufzudrängen. Diese Vorgehensweise funktioniert gut, braucht aber auch ein bisschen Geduld damit sie wirken kann.
  • Ablenkung ist auch ein gutes Mittel. Konzentriere Dich ganz fest auf etwas Neues, immer wieder. Lenke Deine Gedanken auf etwas Schönes, auf deine Wünsche und Träume. Fang an Dir auszumalen, wie und wodurch sich dein Wunsch erfüllt. Was siehst Du in diesem Moment? Was hörst Du? Gibt es einen Geruch, den Du wahrnimmst oder damit verbindest? Was fühlst Du? Bespiele möglichst alle Sinneskanäle und male Dir in den schönsten Farben aus, wie es wäre, wenn einer Deiner Wünsche und Träume sich erfüllt. Du kannst Dir auch die wingwave-Musik anhören (über Kopfhörer!), weil sie gleichzeitig entstresst und entspannt.
  • Oder nutze den Prüfstand. Fange an, Deine Gedanken ganz genau auf ihren "Wahrheitsgehalt" zu untersuchen. Kannst Du das, was Du über Dich, die Situation, die Kollegin, das Verhalten, das, was passieren wird, wirklich wissen? Woher kannst Du wissen, dass etwas nur negativ ausgehen wird? Auch, wenn etwas "immer" so war, kann es jederzeit anders sein oder werden. Erlaube Dir, positive Erfahrungen zu machen und zu sammeln. Je bewusster Du Dich entscheidest, dass etwas auch anders als sonst verlaufen kann, desto eher können sich Deine Gedanken auch wieder beruhigen.

Das Wichtigste daran: Egal auf welche Weise Du probierst Deiner Gedanken Herr zu werden und das Gedankenkarussell zu stoppen, auf jeden Fall brauchst Du dafür etwas Geduld und Zeit! Probiere aus, welche der Übungen Dir liegt und womit Du Dich am besten beruhigen kannst. Je mehr Du Dir einräumst, dass sich etwas zum Guten wenden kann, desto besser. Es gibt nicht nur gut oder böse, schwarz oder weiß, sondern auch andere Farben. Und: Jeder braucht unterschiedlich viel Zeit beim Lernen von etwas Neuem, also gebe Dir die Zeit dafür!

 

Entspannte Grüße und viel Erfolg

 

Susanne Körner