Du hast kein Bock mehr auf Deine Angstattacken?

Plötzlich überfiel Dich diese Scheißangst, Du weißt überhaupt nicht warum. Und Du willst sie nicht mehr, hast inzwischen total Angst vor der Angst.

 

Was spricht denn dagegen, zu Deinem besten Freund und vor allem zu Deinem eigenen Coach zu werden?!

 

Häufig drehen sich die Gedanken nur ausschließlich darum, wie man diese Angst so schnell wie möglich wieder loswerden kann. Doch das ist nicht die richtige Strategie.

 

 

Das "Angsthaben" lässt sich nicht einfach abgewöhnen!

 

Das wäre so schön, wenn Du dir das Angsthaben einfach abgewöhnen könntest, oder? Aber dafür lassen sich die lähmende Gefühle, die mit einer Angstattacke verbunden sind, in Energie umwandeln. Mit guten Gefühlen kannst du gelassener bleiben. Auch in stressigen Situationen, unter Zeitdruck, oder bei hohem Erwartungsdruck.

 

Du kannst Dir zwar dein Angsthaben nicht einfach abgewöhnen, aber, Du Stress und Angst auf ein gesundes Maß reduzieren, sodass sich Deine Furcht vom Feind zum Freund verwandelt. Mit gezieltem Angstmanagement kannst Du Deine Emotionen lenken.

 

Wie Du Angst und Stress managen kannst

 

Im Gehirn gibt es einen Bereich, der eingehende Reize filtert: die Amygdala des Nervensystems, auch "Alarmglocken" genannt. Wenn diese durch Angst und Panik sozusagen auf Daueralarmbereitschaft eingestellt sind, müssen sie zunächst beruhigt werden. Wenn Du es schaffst, Angst und Stress so zu managen, dass die Panik vor der Angst verschwindet, kann die Umwandlung vom Feind zum Freund beginnen.

 

Deshalb ist alles, was Dich beruhigt wichtig und hilfreich. Selbstvorwürfe ("Nun reiß dich doch mal zusammen!"), Vorwürfe und Unverständnis von anderen gehören nicht dazu. Dafür aber alles, was Dir gute Gefühle macht und Dich in Balance bringen kann.

 

Die beruhigende Wirkung von Musik kann Dich dabei unterstützen, Meditation oder auch eine Traumreise. Insbesondere die wingwave-Musik hat sich durch ihren speziellen Takt bewährt. Der Takt bringt die Gehirnhälften in Schwingung und damit zum Ausgleich. Das wiederum entspannt und bringt in Balance. Dass innere Gleichgewicht ist gerade bei Angst und Stress von besonderer Bedeutung. 

 

Deshalb kannst Du sooft Du willst die wingwave-Musik hören, oder auch die Butterfly-Methode nutzen um dich zu beruhigen und zu entspannen. Die Butterfly-Methode: Die Arme kreuzen und abwechselnd auf die Oberarme tappen, etwa 2 Minuten bzw. bis sich ein besseres Empfinden einstellt. Alternativ kannst Du das Gleiche auch auf den Oberschenkeln, bei den Knien, machen. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie z. B. die nächste Übung.

 

Übung: So mache ich Bedrohungen klein

 

Steigerst Du Dich oft sehr in etwas hinein? Das setzt ja eine bestimmte Haltung von Dir voraus. Insofern kannst Du Dich ebenso gut auch "hinaussteigern" :-).

 

Für diese Übung benötigst Du eine Streihholzschachtel, einen Würfel oder ein Glas. Wenn Du Dir jetzt noch die wingwave-Musik anhörst, kannst Du die Wirkung dieser Übung noch verstärken. Stell Dir jetzt eine unangenehme Situation vor, die Dir bevorsteht: Vielleicht eine Aussprache wegen eines Konflikts mit einer Kollegin.

 

Stell Dir diese typische Situation bildlich vor: Die Bilder sind bunt, scharf, sehr realistisch und bedrohlich nah an Dir dran. Du siehst das genervte und verärgerte Gesicht Deiner Kollegin vor Dir, auch die verärgerte laute Stimme.

 

Jetzt packst Du diese Szene gedanklich in einen Fernseher und dadurch wird sie zweidimensional. Du siehst jetzt als Zuschauer auf Deine Kollegin und Dich selbst, so als hätte ein Kameramann diese Szene gefilmt. Der Konflikt ist jetzt im "Kasten" und Du sicher in Deinem Sessel.

 

Verkleinere das Bild jetzt in Gedanken. Lass diesen imaginären Fernseher immer kleiner werden. Du siehst weiterhin zu, doch alles wird immer kleiner: Deine Kollegin, sie ist weiter weg, die Stimme wird immer leiser und die winzige Kollegin hört sich nur noch wie Micky Maus an. Alles ist so klein, dass selbst Du nicht mehr dazu passt. Du bist also ausgestiegen.

 

Du veränderst diesen Aspekt noch weiter, indem Du den Bilden die Farben und die Schärfe nimmst. Jetzt läuft ein wackeliger schwarz-weiß-Film. Deine Kollegin sieht jetzt unecht aus. Du kannst diese Bilder auch noch mit einem Farbfilter (lila, grün, blau) überziehen, damit sie noch unwirklicher werde. Da geht noch was: Lass jetzt die Bilder schneller laufen, die Stimme verzerren. Du kannst auch die Zeitlupe einsetzen und damit alles gaaaanz laaansam werden lassen.

 

Im letzten Schritt verkleinerst Du den Film noch ein weiteres Mal und packst diese Szene nun in eine Streichholzschachtel. Jetzt kannst Du Deine Angst wortwörtlich "in die Hand nehmen". Sie hat jetzt ihre Größe und ihre Bedrohung verloren. Schicke deinen Mini-Angstfilm einfach nach draußen, setze ihn ins Vogelhäuschen oder aufs Dach des Nachbarhauses.

 

Der Sinn dieser Übung besteht aus dem Bewusstmachen. Auch wenn Du rational längst damit durch bist, dauert es emotional etwas länger. Das Kleinreden verdeutlicht, Dass Deine Angstvorstellungen ausgedachte Sequenzen sind, die nur in der Fantasie stattfinden. Je häufiger Du diese Übung machst, desto schneller gewöhnt sich Dein Gehirn an diese automatische Verkleinerung der Angstvorstellungen.

 

Solltest Du zum Inhalt noch Fragen haben oder auch spezielle Fragen, was Deine Angst angeht, schreibe mir gerne oder ruf mich an.

 

Entspannte Grüße

 

Susanne Körner

(Quelle: "Schnelle Hilfe bei Angst", Cora Besser-Siegmund)