Warum ich es so wichtig finde, sich um seine Gefühle zu "kümmern"

Gestern lief mir ein Film-Trailer über den Weg, der mir noch einmal deutlich machte, wie sehr negative Emotionen dafür verantwortlich sind, dass wir uns körperlich und seelisch nicht wohlfühlen oder sogar krank werden.

 

Seit ich mit der wingwave-Methode arbeite, kann ich jedes Mal mit erleben, wie befreiend es sein kann, wenn meine Kunden Gefühle zu einem Ereignis abreagieren. Meistens sind sie sehr erstaunt, dass auch eine weit zurückliegende Emotion noch immer Trauer und Tränen verursacht. Wenn ich die Frage nach der Wahrnehmung im Körper stelle, können die meisten ganz genau sagen, dass ihre Wut z. B. im Bauch sitzt, ihr Ekelgefühl im Hals oder auch die Hilflosigkeit in der Brust.

 

Seinerzeit konnten Sie mit ihren Gefühlen nicht klar kommen, sie nur unvollständig verarbeiten. Deshalb finde ich es so wichtig, sich um seine Gefühle, seine unverdauten Erlebnisse zu kümmern. Denn Unverarbeitetes bleibt im Körper und zeigt sich anhand von vielfachen Gedanken und Symptomen. Diese können wir nur bemerken, wenn wir auch hinspüren und wenn diese Gefühle "sein" dürfen.

 

Ich habe mit den Jahren gelernt, dass ich z. B. auch wütend sein darf und verstecke größtenteils meine Wut auch nicht mehr. Wie befreiend das gerade das erste Mal, als mir das bewusst wurde, war, weiß ich noch heute. Ich hatte das Gefühl, als würde ich in diesem Moment die Wut von Jahren von mir geben. Diese Energie gab mir Kraft und Stärke. Außerdem war es ein super Gefühl, dass ich in diesem Moment zu mir stand und das dem anderen zeigte. 

 

Jetzt stell dir vor, wie viel Wut (oder andere zurückgehaltene Emotionen) du vielleicht noch in dir hast und wie viel Energie du damit zurückhälst. Mal abgesehen davon, dass du dich vor anderen verleugnest, weil du im Moment des Gefühls nicht hinter Dir gestanden hast. Wieder ein Grund mehr, sich um seine Gefühle zu kümmern, weil sie sonst ihr "Eigenleben" führen. Z. B. nicht gelebte Wut kann sich in den unterschiedlichsten Symptomen zeigen: Magen-Darm bzw. Verdauungs-Probleme, Kopfschmerzen, Migräne, zu hoher Blutdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfall oder Depressionen, um nur einige zu nennen. 

 

Wenn ich mit der wingwave-Methode arbeite, ergründe ich genau, welche Emotionen hinter einem Erlebnis (noch immer) vorhanden sind, wie z. B. : Wut, Ärger, Empörung, Angst, Ekel, Hass, Scham, Kränkung oder Schock. Oder gehe auch den körperlichen Empfindungen nach, wie z. B. : Atemnot, Erschöpfung, Müdigkeit, Blackout, Unverträglichkeit, Hunger oder Durst.

Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, wenn ich punktgenau die Gefühle hinter belastenden Erlebnissen auflöse, dass somit eine teilweise gravierende Erleichterung eintreten kann.

 

Als Kind oder Jugendliche kann man Gefühle häufig nicht so äußern oder zeigen, wie man es als Erwachsene kann. Und sicher kannst Du Dir vorstellen, dass sich aus diesem Grund im Nervensystem noch einiges befinden mag, was beschwert, oder den Körper krank macht. Wenn ich z. B. daran denke, wie schüchtern ich früher war und schon aus diesem Grund viele Gefühle einfach zurückgehalten habe. Doch Gott sei Dank ist das ewig her und habe ich sehr viel dazu gelernt. Heutzutage achte viel mehr auf meine Gefühle. Das möchte ich auch Dir ans Herz legen. 

 

Gefühle haben ihre Berechtigung, sie sind nicht einfach so "da". Sie regen sich, weil sie Dir etwas zeigen wollen und brauchen keine Begründung. Doch viele Menschen nehmen sich gar nicht erst die Zeit zum Fühlen, sondern sie wollen schlichtweg nichts fühlen. Vielleicht, weil es ihnen Angst macht, oder sie gar nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Möglicherweise steckt auch eine tiefe Angst vor Ablehnung dahinter und sie kümmern sich deshalb (lieber) nicht darum, was sie denken und fühlen. Doch Gedanken, die wir denken und Gefühle, die in uns entstehen, machen in uns Resonanz und deshalb haben Deine Gefühle wichtige Botschaften für Dich. Also, kümmere Dich um sie!

 

Gefühlvolle Grüße

 

Susanne Körner

(Foto: fotolia.com)