Arbeit oder Leben!? 

Vielleicht eine provokante Frage, doch habe ich den Eindruck, dass es bei vielen heutzutage genau darum geht. Nur merken es die wenigsten.

 

Habe heute eine Absage für ein Treffen bekommen. Das ist weder etwas Schlimmes noch etwas Ungewöhnliches. Doch die Nachricht hatte es trotzdem in sich. Denn für einen Großauftrag für die Firma, wird nun das ganze Leben auf den Kopf gestellt.

 

Meine Bekannte, noch recht jung, erfolgreich, verheiratet und Familie (1 Kind und Ehemann), wird natürlich umorganisiert und alles drumherum geplant. Ist doch ganz normal, oder?

 

Es gab mal eine unterhaltsame Fernsehsendung mit dem Titel: "Geld oder Liebe?" Und bei dem, was ich aus meinem Umfeld mitnehme, kam mir die Frage ganz passend zu dem Thema: "Arbeit oder Leben?"  Okay, mein Arbeitsleben als Freiberuflerin bestimmt auch mein Leben total anders als früher. Und auch ich stelle mir diese Frage manchmal. Wenigstens sind mir die Risiken und Nebenwirkungen inzwischen klar. Aber, schützt mich das davor auszubrennen??? 

 

"Mir macht meine Arbeit richtig Spaß! Das ist doch positiver Stress!?" 

 

Stress, ganz egal welcher, das mögen die wenigstens hören, ist Stress. Ob nun positiv oder negativ. Langfristig sind die Auswirkungen auf den Körper so oder so der Gesundheit abträglich. Wenn mich meine Kunden aufsuche und ich Ihnen erkläre, dass sie auf einem viel zu hohen Stresslevel unterwegs sind, macht das vielfach Erstaunen. Warum? Weil es für sie zur Gewohnheit geworden ist. Dabei ist es völlig "Wurscht", ob es sich um etwas handelt, was mir leicht von der Hand geht und ich mich im "Flow" fühle. Wenn es des Guten zu viel ist, ist auch "positiver Stress" (Eustress) negativ.

 

Leben und arbeiten, weil es zum Leben dazu gehört

 

Damit die Macht der Gewohnheit mein (Arbeits)leben nicht komplett bestimmt, macht es Sinn, mal genauer hinzuschauen und zu prüfen, ob ich dieser Belastung standhalten kann und es vor allem auch will. Worum geht es denn wirklich? Wie viel "Status" steckt hinter (m)einem Erfolg, der vielleicht mein Leben völlig vereinnahmt? Darf es auch eine Nummer kleiner sein und mich einfach nur arbeiten lassen, weil es halt zu meinem Leben dazu gehört und meine Existenz sichert?

 

Die Macht der Gewohnheit durchbrechen!

 

Ich kann, sofern Arbeit mein Leben ist, wirklich nur dann wieder ins Gleichgewicht kommen, wenn ich mir meiner Abläufe bewusst bin. Aus der Bequemlichkeit auszusteigen, die meinen Tagesablauf regelt, ohne, dass es überhaupt noch etwas mit mir zu tun hat, ist zugegebenermaßen nicht einfach. Allerdings ist es, wie mit allen Veränderungen, erstmal eine Umgewöhnung. Doch dadurch, dass ich mir meinen viel Tag bewusster gestalte, habe ich auch die Abläufe in der Hand und nicht umgekehrt. Erst durch das, was mir klar wird, kann ich auch etwas verändern. 

 

Weniger kann viel mehr sein!

 

Mag sein, dass Du dann weniger verdienst, es Dir aber gesundheitlich sehr viel besser geht. Und wenn Du bemerkst, dass Du viel mehr Power hast, Leichtigkeit und Freude in deinem Leben, dann ist es das doch wert oder? Menschen, die nicht mehr viel Zeit zu leben haben, haben es nie bereut, nicht doch noch ein paar Überstunden mehr gemacht zu haben! Wenn Du mal in andere Länder schaust, in denen nicht so viel verdient wird und die Menschen dort viel zufriedener sind, mit dem, was sie haben? Deshalb kann weniger auch mehr sein, weil es dich zufriedener macht und gesünder bleiben lässt. Vieles davon hast Du im Kopf - Vergleiche mit anderen eingeschlossen.

 

Nachdenkliche Grüße

 

Susanne Körner

Ich bin seit 2010 Systemischer-Coach und biete einen  vielseitigen "Methodenkoffer":

  • Work-Health-Balance Coach für systemische Kurzzeitkonzepte
  • Wingwave-Coach
  • EMDR- und Hypnosetherapeutin
  • magic-words Trainerin 
  • Systemischer Coach 
  • staatl. gepr. Heilpraktiker für Psychotherapie

                                                   (mehr, siehe "Über mich") 

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