Warum Leidensdruck ein guter Motor sein kann

"Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt." (Laotse)


Kennt ihr das auch? Manchmal braucht ihr recht lange, bevor ihr euch entschließt eure Situation zu verändern oder ein Problem anzugehen. Manche Menschen haben sogar eine so unglaubliche Leidensqualität, dass sie erst sehr sehr lange leiden, bevor sie den ersten Schritt zur Veränderung wagen.

 

Die Angst dahinter ist so unglaublich stark und das, obwohl der Druck, den sie spüren sehr hoch ist. Sie denken immer darüber nach, was passieren wird, wenn sie die alte Situation verlassen und bleiben lieber im Leid, als dass sie Ihre Angst überwinden und versuchen ihr Problem zu lösen. 

 

Da gibt es dann viele Stoßgebete, dass doch jemand oder die Umstände für sie ihr Problem löst. Und doch gibt es hinter diesem Leidensdruck auch so was wie eine "gute Absicht".

 

Jeder Weg beginnt mit dem Entschluss und dem ersten Schritt

 

Du hast den Entschluss gefasst, dass dein Leben anders werden soll, ja muss, damit du aus dem Kreislauf des Leids herauskommen kannst. Damit du den ersten Schritt gehen kannst, ist gut zu wissen weshalb hinter dem Leidensdruck auch eine "gute Absicht" steckt. Leid fühlt sich überhaupt nicht gut an und trotzdem verharren viele Menschen so lange in diesem Druck. Vielleicht gehörst Du zu denen, die gelernt haben, Leid zu ertragen. Und vielleicht auch, weil die Angst vor Veränderungen so riesig ist, dass du lieber so lange als möglich das Leid erträgst. Verrückt, oder? Aber dein Leid kann dich auch von positiven Veränderungen abhalten. 

 

Deshalb ist hinter dem Leidensdruck die gute Absicht, dass du dich überwindest und einen Schritt aus deinem Leiden heraus wagst. Gäbe es diesen Druck nicht, wer weiß, wie tief du noch weiter ins Leid geraten würdest. Die gute Absicht dahinter kann auch auch dein Motor für Veränderungen sein.

 

Der Leidensdruck hat eine wunderbare Aufgabe

 

So komisch sich das anhört, aber der Leidensdruck hat die Aufgabe, dich daran zu erinnern, dass es Sinn macht durch dein Leid hindurchzugehen und aus dem Kreislauf deines Leids auszusteigen. Er zeigt dir, wie viel Leid zu ertragen kannst, er zeigt aber auch, was passiert, wenn du weiter und immer weiter leidest. Es verändert sich so lange nichts, solange du dich nicht überwinden kannst.

 

Welche positiven Gedanken dir aber dabei helfen können:

  • dein vergangenes Leid, ist vergangen - heute hast du ganz andere Möglichkeiten zu agieren
  • dein Leben kann sich zum Positiven verändern
  • indem du davon ausgehst, dass eine Veränderung positiv ist
  • überwinde deine Angst, indem du weißt, dass es Lösungen für dein Problem gibt
  • erlöse dich von diesem inneren Druck und Stress indem du einen ersten Entschluss fasst
  • du kannst dir jederzeit Unterstützung holen 
  • welche Ziele könntest du erreichen, wenn du dich überwinden würdest?
  • erinnere dich an Situationen, in denen du bereits Mut bewiesen und sie dadurch überwunden hast
  • nachdem du dich überwinden konntest, was hat sich dadurch positiv in deinem Leben verändert?
  • welche guten Gefühle hat das in dir hinterlassen? 

Wenn du den Leidensdruck als Motivation für Veränderungen nutzt, kann daraus viel Positives entstehen. Warte nicht darauf, dass sich im Außen etwas verändert oder dir jemand anderes dir deine Ent_scheidung abnimmt. Meistens klappt das ohnehin nicht. Wenn du erkennen kannst, dass dein Leidensdruck dir das Signal für eine Veränderung sendet, kannst du ihn rechtzeitig nutzen. Damit ersparst du dir viel Leid und Stress.

 

Motivierte Grüße

 

Susanne Körner

(Foto: olly-fotolia.com)