Wie positiv sich Gestik und Mimik auf Gefühle auswirken können

Wie man in der ZDF-Sendung (vom 16.08.) Terra X: Rätsel Mensch, wie wir fühlen eindrucksvoll sehen konnte, zeigen Gestik und Mimik eine deutliche Wirkung auf Gefühle. Du kannst über Gestik und Mimik leichter Einfluss auf deine Gefühle nehmen, als du es vielleicht denkst.


Denn über Gestik und Mimik werden Emotionen geweckt. Das Gehirn unterscheidet dabei nicht, ob du z. B. ein Lächeln einstudiert hast oder ob es echt ist. 


Wenn du deinem Spiegelbild zulächelst (das ruhig öfter), kommt das im Gehirn an und zeigt positive Wirkung auf deine Gefühle. 


Wodurch du positiven Einfluss auf deine Gefühle nehmen kannst


Wie du mit deiner Gestik und Mimik umgehst, darauf kannst du Einfluss nehmen. Stell dir einmal vor, dass du morgens nach dem Aufstehen ins Bad gehst und dein Blick in den Spiegel fällt. Typisch für uns Frauen ist doch häufig, dass wir beim Blick in den Spiegel zuallererst nach den Falten Ausschau halten oder nach Dingen unseres Gesichts und Körpers suchen, die uns "nicht gefallen", mit denen du nicht zufrieden bist. Stimmt's? Wenn du dann noch mit dem Spruch ins Bad gehst: "Ich mach mich mal fertig!" - Glückwunsch, dann passt das ja alles gut zusammen :-). Die Männer, die ich kenne, wundern sich meist darüber, denn sie machen sich darüber gar keinen Kopf.


Wenn du den Spieß jetzt aber mal umdrehst und dein Spiegelbild gleich mal mit einem richtig breitem Grinsen im Spiegel begrüßt, zeigt das im Gehirn sofort Wirkung, indem es positiv auf deine Gefühle wirkt. Zu Lächeln haben wir doch spätestens als Kind gelernt, wenn wir darauf von unseren Eltern freudige Resonanz erfahren haben, oder? Oder auch, wie ein Lächeln auf andere Menschen einwirkt, wie wir etwas eher bekommen, wenn wir dazu jemanden anlächeln. Diese Lernerfahrung vertiefen wir im Laufe unseres Lebens und besonders auch im Berufsleben noch. Doch komischerweise nutzen wir sie weniger, um uns positiv zu unterstützen, uns in eine gute Stimmung zu versetzen. Warum eigentlich nicht? Also, los geht's: Ab jetzt lächel bitte deinem Spiegelbild überall zu und beobachte, was das mit dir macht!


Wie schon eine Pose das Stresslevel absenken kann


Bei jedem Gewinner eines Wettkampfes oder bei jemandem, der sich nur so fühlt, etwas überwunden hat etc. und die Arme vor Freude hochreißt, spüren diese Menschen die Auswirkungen davon im ganzen Körper. Stresshormone werden gesenkt, Dopamin, Endorphine und Adrenalin im Körper pushen unsere Glücksgefühle. Doch, wie in der Terra X Sendung zu sehen war, kann sich eine Siegerpose auch im "Normalzustand" auswirken. Sie kann das Stresshormon Cortisol senken, sodass du bei Anwendung dieser Pose dich besser überwinden kannst. In der Sendung beispielsweise ging es darum, dass zwei Teilnehmer von einem 80 Meter Kran mit einem Bungee-Seil springen sollten. Vor dem Sprung wurden zwei Körperhaltungen ausprobiert. Die mutigere Person, die auch sofort gesprungen wäre, sollte für 2 Minuten eine ängstliche Körperhaltung einnehmen, die andere Person die Siegerpose. Und obwohl die eine Teilnehmerin zuerst wäre gesprungen wäre, konnte sie es plötzlich nicht mehr. Sie bekam ihre Arme zum Sprung gar nicht mehr hoch und hatte ziemliche Angst.


Der zweite Teilnehmer allerdings konnte ganz locker springen, obwohl er eigentlich der Ängstlichere von beiden war. Doch weil er zuvor eine Zeit lang in der Siegerpose war, hat ihn das beim Springen unterstützt. Durch das Einnehmen der Pose wurde das Stresshormon reduziert, er konnte ruhiger sein und einfach losspringen. Du kannst also, um dich zu entstressen, diese Pose gerne für dich nutzen, um z. B. etwas besser und leichter überwinden zu können. Denke immer daran, wenn du in eine Situation hineingehst, wie deine Körperhaltung ist, denn sie wird sich mental und körperlich auswirken!


Siegreiche Grüße, 


Susanne Körner

(Foto: Mat_Hayward, fotolia.com)