Nur Fliegen ist schöner? - Was, wenn nicht?

"Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein ...", singt Reinhard Mey. Doch es gibt viele Menschen, die Angst vorm Fliegen haben und es deshalb vermeiden in ein Flugzeug einzusteigen.

 

Interessant fand ich, dass ein Klient mir erzählte, dass er sogar mal ein Training bei der Lufthansa besucht hatte und trotzdem noch zu mir kam. 

 

Welche Gefühle meistens im Vordergrund stehen:

  • Kontrollverlust
  • Hilflosigkeit
  • Ausgeliefertsein
  • den Boden unter den Füßen zu verlieren

Eine meiner Klientinnen erzählte, dass es einen Auslöser für ihre Flugangst gegeben habe, denn es gab Turbulenzen auf dem Rückflug nach Deutschland. Ein anderer ist erst ängstlich geworden, als sein Flug verschoben wurde, er endlos auf dem Flughafen wartete und anschließend der Flug ebenfalls nicht ganz reibungslos verlief. 

 

Doch sind diese Erlebnisse (natürlich sind sie in dem Moment sehr unschön) nur der Trigger. Denn, wie ich immer wieder miterleben kann, liegen ganz andere emotionale Gründe vor. Die Flugangst ist oft nur das Ventil. Ebenso könnte sich die Angst als unspezifische Angst zeigen. Das Emotionsgedächtnis, das limbische System des Gehirns, speichert Erlebnisse ab, die Sie nicht ganz haben verarbeiten können. Sei es, weil Sie sie als zu bedrohlich, zu gefährlich, zu ängstlich empfunden haben. Das Gehirn empfängt äußere Reize, die es mit anderen bereits gemachten Erlebnissen und Erfahrungen verknüpft. Und die müssen keineswegs mit dem Fliegen zu tun haben, sondern vielmehr mit den Gefühlen dahinter, die in solchen Momenten wieder angestoßen werden.

 

Angst - wie wertvoll, sie zu haben!

 

Jemand, der von einer Angstsituation überfallen wird, wünscht nur eins, so etwas bitte kein zweites Mal zu erleben. Wenn Sie sich aber vorstellen, Sie würden auf die Funktion der Amygdala (Alarmzentrum) verzichten müssen, wären Sie nicht überlebensfähig. Die Verknüpfung von äußeren Reizen, Gedanken und Emotionen ergibt erst die Grundlage für die Angst. Aber Angst zu spüren verhilft uns, uns zu wehren, oder Kraft für eine mögliche Flucht zu haben. Wir können auf diese Weise unser Leben schützen.

 

Angst - nur darüber zu reden hilft nicht!

 

Sich zu erleichtern und über die Angstgefühle zu sprechen, hilft zwar im Moment, löst aber nicht die Ursache für die Angst. Die kann ja ganz woanders liegen und auch sehr weit zurück. Da Angst eine Emotion ist und Emotionen im limbischen Teil des Gehirns verarbeitet werden, reicht eine mentale Aufarbeitung meist nicht aus. Unbewusstes, zu denen Gefühle und die Angst gehört, sind am effektivsten über Methoden, die mit dem Unterbewusstsein arbeiten, zu lösen.

 

Ich nutze z. B. die Hypnose oder wingwave, um an die auslösenden Situationen zu kommen. Außerdem gebe ich noch mit auf den Weg, wie wichtig auch Ihre Gedanken sind, die einen Einfluss auf die Reaktion nehmen. Sie können ihre Angst mit destruktiven Gedanken sehr verstärken. Sich der Angst zu stellen, sie anzunehmen fordert Mut, den Angstkreislauf zu unterbrechen und zu sich und der Angst zu stehen auch. In diesen sehr stressigen Situationen werden Stresshormone ausgeschüttet, die immer neuen Nachschub bekommen, durch neue Angstmomente. 

 

Die wingwave-Methode nutze ich derzeit hauptsächlich, da meine Klienten sehr gute Erfahrungen haben machen können. Sie können miterleben, wie punktgenau die Wirkung ansetzt und wie Emotionen ihre Verarbeitung finden. Anschließend können sie es verkraften zu fliegen und freuen sich sogar darauf. Die neu gewonnene Kraft macht sich natürlich auch mental bemerkbar und gibt Halt und Sicherheit. Sie vermeiden nicht mehr, sondern überwinden ihre Angst, den Kreislauf der Angst und die negativen Gedanken dazu.

 

Entspannte Grüße, Ihre

 

Susanne Körner