Gewusst?

Ich gehe davon aus, dass Sie solche Situationen auch kennen: Eben wussten Sie noch ganz genau, was Sie Ihrem Gegenüber (Chef, Publikum) sagen wollten, doch dann - ein Blackout! Oder, jemand benutzt eine typische "Killerphrase", wie: "Ach, es gibt ja Schlimmeres!" o. ä. und Ihnen fehlen plötzlich jegliche Worte. Was passiert in solchen Momenten bloß?

 

Man könnte sagen, dass das Gehirn so etwas wie einen Kurzschluss hat. Es gibt durch den Stress von Außen sozusagen einen "Stromausfall". Dafür ist der Hippocampus unseres Gehirns zuständig, denn dort werden die eingehenden Reize gefiltert. Wenn mich . B. die "Killerphrase" meines Gegenüber nervt (stresst), kann es dadurch einen Aussetzer (Blackout) geben und ich weiß oft dann später erst, was ich dem hätte entgegnen wollen.

 

Wenn ich sehr aufgeregt bin, kann mir leicht passieren, dass ich den Faden verliere oder auf ein bestimmtes Wort nicht kommen kann. Natürlich auch, wenn ich schon recht müde bin. Bin ich aber ausgeglichen und relaxt, oder meine Aufregung legt sich recht schnell wieder, dann kann ich meine Struktur und den roten Faden locker behalten. Aber, wehe, wenn nicht! Die größte Angst, die Menschen haben (meine natürlich auch) ist, sich vor anderen zu blamieren. Das macht Stress. Und dieser Stress kann sich auf diese Weise äußern und bemerkbar machen.

 

Wenn ich aufgeregt bin, atme ich z. B. gar nicht mehr tief in den Bauch hinein, sondern kurz und schnell. Dafür sind meine Angst und die Anspannung, der Druck, also der Stress zuständig. In solchen Momenten kann ich zunächst einmal ganz tief durchatmen. Das gibt mir und vor allem dem Gehirn Zeit zu entstressen. Schon das kann die Stresshormone im Körper und die Blockade im Hippocampus reduzieren, so dass ich wieder zu meinen Worten zurückfinden kann.