Wie Sie Stressoren entlarven können

Stress, Stress, Stress – heutzutage ist irgendwie alles Stress. Diverse Schlagzeilen zum Thema Stress bestimmen heute unser Leben.

 

Dabei ist „Stress“ eine ganz natürliche Folge äußerer Reize, auf die unser Körper mit Abwehr reagiert. Das Thema Stresshormone gehört auch dazu, weil sie in diesem Moment produziert werden. Sie sollen uns im Kampf oder Fluchtmodus die nötige Energie zur Verfügung stellen. Der Stressabbau ist normalerweise auch ein ganz natürlicher Prozess, denn ist der "Säbelzahntiger" erlegt, werden die Stresshormone nicht mehr benötigt und deshalb über den Körper wieder ausgeschieden. Normalerweise …

 

Wann ist denn jetzt Stress wirklich der Stress, der mir so zu schaffen macht? Ein paar Gedanken dazu:

 

Das Erregungsniveau

 

Ein "normales" Erregungsniveau habe ich, wenn ich in meiner Mitte, also ausgeglichen bin. Wenn es zwischendurch mal etwas gibt, was mich stresst, dann steigt das Level in diesem Moment an, doch normalisiert sich danach auch gleich wieder. Ist jedoch mein Erregungsniveau ohnehin (durch was auch immer) überdurchschnittlich hoch, wird es kritisch, wenn es noch etwas gibt, was mein „Fass zum überlaufen“ bringt. In Situationen, in denen mein Erregungslevel sehr hoch ist, bin ich unruhiger und schreckhafter. Eine schwarze Katze, die mir dann z. B. über den Weg läuft und mich erschreckt, wird dadurch leicht mal zum Tiger. Der Schreck macht so viel aus, dass auf diese Weise z. B. so manche Spinnenphobie entstanden ist. Also macht es gesundheitlich Sinn, dass ich mein Erregungsniveau im Blick behalte bzw. herunterfahre. Dass schaffe ich durch Stressabbau.

 

Dein Stress ist auch mein Stress

 

Was ich gelernt habe, dass ich recht empfänglich für die Empfindungen anderer Menschen bin – sprich sehr emphatisch. Ist ja auch gut so, denn in meinem Job brauche ich Empathie. Empathie wird über die Spiegelneuronen übertragen. Das bedeutet, wenn ich sehr mitfühlend bin, spüre und fühle ich genau, wenn es jemandem nicht gut geht. Ich fühle z. B. die Trauer meines Gegenübers und werde auch traurig. Oder auch, das Lachen, was mich ansteckt. Was mir früher oft passierte, wenn ich jemandem ansah (weiß im Gesicht), dass es ihm gerade sehr schlecht geht, dass ich Sorge hatte, ich würde ohnmächtig werden, weil ich sofort ein flaues Gefühl in der Magengegend hatte. Wie geht es Ihnen damit? Gehören Sie auch zu den Menschen, die schnell Spiegelneuronen-Stress haben? Auch bei Spiegelneuronen-Stress werden Stresshormone ausgeschüttet, insbesondere bei ausweglosen Situationen. Wenn Sie als sehr empfindsamer Mensch etwas bei anderen Menschen zu sehr mitnimmt, sorgen Sie für sich und distanzieren Sie sich.

 

Stress und die Erzeugung von Motivation

 

Stress zu haben und zu empfinden ist ja per se nichts Schlechtes. In Stresssituationen steht mir ja viel Energie zur Verfügung, die ich durchaus positiv nutzen kann. So habe ich aus so mancher Problemsituation erst die Motivation ziehen können, mit allen Kräften dagegen zu steuern. Deshalb ist der Lerneffekt in Krisensituationen sehr viel höher, als wenn mein Leben ganz normal läuft. „Not macht erfinderisch“, diesen Spruch kennt sicher jeder. Und das stimmt, denn „Not“ ist ja auch eine Stresssituation. Erfinderisch werde ich, wenn ich auch in dieser Lage diese Energie gewinnbringend einsetze. Also nutze ich doch die Motivation, aus einer misslichen Lage mit eigener Kraft wieder herauszukommen. Bleiben zu viel Stresshormone im Körper, kehrt sich das Ganze irgendwann um und macht mich handlungsunfähig, lähmt mich.

 

Wie Dauerstress das Immunsystem schwächt

 

„Irgendwie werde ich meine Erkältung gar nicht mehr los“ oder „jetzt habe ich schon wieder einen Schnupfen“, sind so typische Aussagen, von Stressgeschädigten. Oder es kommen weitere Krankheiten dazu, die das Immunsystem noch weiter schwächen. Wenn das Immunsystem angegriffen ist, geht das ja zulasten der Abwehrreaktionen. Typisch ist kann auch sein, dass Herpes entsteht oder ausgelöst wird. Das ist z. B. eines der untrüglichen Zeichen, dass unser Immunsystem gerade sehr schwächelt. Das tut es nach Stressphasen, wenn zu viel des Hormons Cortisol im Körper ist, was nicht abgebaut wurde. Anfangs können wir es gut brauchen, weil es Energie liefert. Doch anhaltender Stress produziert einfach zu viel davon und das Ganze kippt. Also sollten die Alarmglocken bei Ihnen angehen, wenn Sie bemerken, dass sich Ihr Immunsystem in irgendeiner Form kränkelnd bemerkbar macht.

 

Wie Sie schädigenden Stress vermeiden

 

„In der Ruhe liegt die Kraft!“ Dieser Spruch ist ja wahrlich nichts Neues. Doch obwohl ihn die meisten kennen, scheint er seine Anziehung für viele Menschen irgendwie verloren zu haben. Klar ist jedenfalls, dass ein Chaos für sich spricht. „Innen, wie Außen“ ist z. B. auch ein Spruch, den Sie ernst nehmen sollten. Denn, dass, was in Ihnen Stress macht, wird sich auch im Außen zeigen. Wenn ich da von mir spreche, heißt das für mich, dass ich z. B. längerfristig keine Unordnung aushalten kann. Das macht in mir Stress und ich werde regelrecht unruhig. Deshalb habe ich mir angewöhnt, wenn ich das Gefühl habe, das zu viel rumliegt oder in der Wohnung verteilt ist, meine ganz persönliche Ordnung wiederherzustellen, indem ich aufräume. „Ordnung ist das halbe Leben“ ist somit ein berechtigter Spruch.

 

Achten Sie deshalb unbedingt auf Ihr Empfinden und womit Sie sich wohlfühlen. Ziehen Sie den Stecker, wenn etwas zu viel wird. Spüren Sie, wie viel mehr Freiheit Ihnen das kleine Wort "NEIN" gibt und gönnen Sie sich unbedingt Auszeiten zum Auftanken.

 

Entspannte Grüße, Ihre

 

Susanne Körner

Ich bin seit 2010 Systemischer-Coach und biete einen  vielseitigen "Methodenkoffer":

  • Work-Health-Balance Coach für systemische Kurzzeitkonzepte
  • Wingwave-Coach
  • EMDR- und Hypnosetherapeutin
  • magic-words Trainerin 
  • Systemischer Coach 
  • staatl. gepr. Heilpraktiker für Psychotherapie

                                                   (mehr, siehe "Über mich") 

Die STARKmacherin - für Frauen: Coaching für souveränes Auftreten im Beruf. Mein Frauenspecial zur Stärkung der Persönlichkeit und für mehr Selbstsicherheit.

Ich mache Frauen stark!