Wann Spaß mit "Vorsicht" zu genießen ist! 

Ich verwende öfter mal den Spruch: "Man gönnt sich ja sonst nichts!" Und meistens erlaube ich mir damit etwas Leckeres. Kennen Sie das auch? Wenn es prickelt "in die Bauchnabel" (Schöfferhofer Weizenbier) oder man eingeladen wird sich "Freude aufzumachen!", dann wird man durch den Spaßfaktor eingeladen.

 

Spaß und Essen (oder Trinken) - wie geht das zusammen? Die Werbung lädt uns alle ein, nicht darüber nachzudenken, sondern sich "Funny Chips" oder die aufgeladene Spaßrakete (Werbung des 1er-BMW) zu kaufen. Wenn alles irgendwie "Spaß" macht, wer findet das nicht gut und will das nicht haben? Der Spaßfaktor macht alles leichter und hilft damit über Vieles hinweg. Dumm nur, dass darunter langfristig nicht nur die Figur, sondern auch der Geldbeutel leidet ... Aber, muss ich Spaß über das Essen beschaffen, oder was könnte mir wirklich Spaß machen? 

 

Spaß fühlt sich doch einfach gut an, oder? :-)

 

Da ich z. B. eher bei Süßem schwach werde, "belohne" ich mich schon mal aus Frust, gerne mit der Begründung, dass ich mir ja sonst nichts gönne :-). Mein Hirn merkt sich das genau und speichert diese Kombination im limbischen System ab. Damit kann ich mich wunderbar belohnen, wenn es lecker schmeckt und das gut so tut. Jedenfalls lass ich mich eher verführen, weil nicht nur Bilder mir Appetit machen, sondern auch ein netter, witziger Spruch, der meine Bedürfnisse weckt. Zu guter letzt gibt es fataler Weise gerade das Objekt meiner Begierde aktuell im Sonderangebot im Supermarkt. Also, doch gleich mal ein Vorrat angelegt! 

 

Doch, wie überliste ich meinen Heißhunger?

 

Tja ehrlich gesagt ist das gar nicht so einfach, habe ich bemerkt. Früher hatte ich in meinem Umfeld schon mal jemanden, die gerne über Ihren Hunger hinweg gegessen hat. Jedenfalls fiel mir auf, dass ich ohne Probleme mit dem Essen aufhören konnte, wenn ich einfach satt war. Während mein Gegenüber noch einen Nachschlag haben musste oder noch hier oder dort naschte. Aber, durch eine etwas stressige Zeit hindurch hatte es mich plötzlich auch erwischt, ohne, dass mir dass sofort auffiel. Ich hatte das Empfinden, dass ich irgendwie ein großes Loch im Bauch hatte, was sich schwierig Füllen ließ. Beim Essen konnte mich meistens sehr schlecht bremsen, insbesondere bei Süßem.


Dahinter steckten z. B. Gefühle, wie z. B. Frust, Trauer, Stress und dann war mir irgendwann klar, woher mein Heißhunger kam. Emotionales Essen, also Gefühle durch Essen zu ersetzen, macht erst den Heißhunger aus. Selbst, als mir das aufgefallen war, war es allein mit meinem Willen gar nicht so einfach, wieder die Kurve zu "normalem" Essverhalten zu bekommen. 

 

Das Bewusstsein über den Heißhunger ist der erste Schritt

 

Sich überhaupt einzugestehen Heißhunger zu haben und die Zusammenhänge dahinter zu erkennen, ist schon mal die halbe Miete. Dann macht es Sinn zu schauen, was will ich eigentlich wirklich, was wünsche ich mir gerade? Vor allem, wie kann ich auf anderem Wege erreichen, was ich versuche über Spaß mit Chips, Schoki und Co. zu kompensieren? Wenn ich den Ausgleich erreiche und meine Gefühle auf anderem Wege befriedige, wird sich der Heißhunger auch in den Griff kriegen lassen. Aber Vorsicht vor zu viel Spaß in der Werbung, die Sie geschickt verführen will! Wenn Sie bemerken, dass Sie an dieser Stelle leicht schwach werden, macht es schon etwas aus, wenn Sie z. B. gezielt die Werbepausen im TV auslassen und sich Ihren Spaß auf andere Weise holen.

 

Da ich wingwave-Coach bin, habe ich mir Unterstützung für meinen Heißhunger über ein wingwave-Coaching mit einer Kollegin geholt. Das hat prima geklappt und jetzt bin ich wieder Bestimmerin, was meinen Hunger angeht. Jetzt bin ich satt ohne, dass ich das Gefühl habe, ich bin innerhalb kürzester Zeit wieder "heiß" auf's Essen ... :-). Der Sommer kommt und abnehmen, z. B. für die Bikinifigur, geht definitiv besser ohne Heißhunger!

 

Sonnige Grüße, Ihre

 

Susanne Körner