Warum Ehrlichkeit ein wichtiger Schritt bei Stress ist

Jeden Morgen, wenn ich zufrieden mit meinem Spiegelbild bin und in den Tag starte, versuche ich gleichzeitig auch das im Spiegel zu erkennen und wahrzunehmen, was drumherum zu sehen ist.

 

Vielleicht habe ich dicke Augenlieder, weil ich nicht so gut geschlafen habe, fühle mich schlapp und müde, weil ich gerade viel zu viel um die Ohren habe und es mag sein, dass ich noch ein paar mehr Falten im Gesicht enddecke, weil etwas mir Sorgen macht oder mir welche mache, wo keine sind. In meinem Spiegel kann ich Vieles sehen und doch weggucken, wenn ich mich damit nicht auseinander setzen möchte oder kann.

 

Was Ehrlichkeit mit Stress zu tun hat?

 

Das, was mir Stress macht und Aus_wirkungen auf mein Wohlbefinden und Seelenleben hat, ist eben auch äußerlich zu sehen, wenn ich es denn sehen kann und sehen will. Wenn ich ehrlich mit mir selbst bin, kann ich gegensteuern und Maßnahmen ergreifen, anfangen den Stress abzubauen. Dabei ist es egal, ob andere das verstehen oder nachvollziehen können, was ich als stressig empfinde. Doch dazu gehört auch Mut, denn daraus könnten ja Konsequenzen folgen, die mein Leben sehr verändern. Wenn ich mir aber weiterhin etwas vormache und z. B. für meinen schlechten Schlaf das Wetter, den Vollmond oder andere Dinge vorschiebe, dann vergebe ich mir die Chance, rechtzeitig etwas gegen Stressauswirkungen zu tun.

 

Ich konnte neulich mitbekommen, wie jemand sehr unter Schlafstörungen litt. Diejenige kochte sich schon mittags einen Schlaf- und Nerventee, weil sie damit sicherstellen wollte, dass sie dann nachts schlafen kann. Die Gründe für schlechten Schlaf oder Schlafstörungen können vielfältig sein, doch wenn sie schon so massiv sind, dass ich zu solchen Maßnahmen greife, ist es sicher wichtig in sich zu gehen und herauszufinden, was die wahren Gründe für meinen schlechten Schlaf sind. Und gerade bei Stress sind Schlafstörungen an der Tagesordnung. Wenn ich ehrlich mit mir selbst bin, kann ich mir das auch eingestehen. Ein wichtiger Schritt, denn je eher ich mir das eingestehen kann, desto eher kann ich Gegenmaßnahmen ergreifen.

 

Warum Leidensdruck eine wichtige Triebfeder für Veränderungen ist

 

Auch ich kenne das natürlich und auch ich habe vor ein paar Jahren erst aufgegeben, als ich schon krank war. Da war mein Leidensdruck allerdings schon recht hoch. Doch erst als ich diesen Druck in mir spürte, packte ich es an und sorgte für mich, als ich zum Arzt ging. Offenbar geht es ohne den Leidensdruck nicht. Denn auch wenn Sie schon längst etwas wahrnehmen, fühlen Sie sich häufig hilflos und ängstlich, so dass es nicht einfacher wird, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Das ist z. B. ein Grund, der dazu führt, dass wir lieber verdrängen. Doch sollten wir nicht darauf warten, dass sich unser Leidensdruck mehr und mehr erhöht, sondern nach Lösungen suchen. Damit wir aus dem Kreisel aus innerem Widerstand und innerer Starre aus der Hilflosigkeit herauskommen, ist es wichtig für Perspektiven zu sorgen. Das hatte ich seinerzeit versäumt, weil ich mir zu lange etwas vorgemacht hatte. Erst wenn Sie wieder Perspektiven haben, kommt wieder Bewegung in die Sache und kann den Veränderungsprozess auslösen.

 

Kennen Sie die "wenn dann" Falle?

 

Wenn das Wetter wieder besser ist, dann kann ich bestimmt wieder besser schlafen. Wenn ich das Wochenende entspannen kann, dann geht es mir sicher wieder gut. Wenn erst das oder das passiert ist dann ... Kennen Sie doch bestimmt, oder? Irgendwie sollen erst die Umstände so sein, damit es uns besser geht - eben wenn ... dann ...

 

Wenn wir mit Stressoren nicht ehrlich umgehen und uns etwas vormachen, wird es schwierig präventiv vorzugehen. Das könnte zu einem schleichenden Prozess werden, was viel gefährlicher ist, weil sich das auf Ihren Körper auswirken wird. Als ich die Person wegen des Schlaf- und Nerventees ansprach, spürte ich sofort die unsichtbare Grenze, die ich damit durchbrach. Das bewirkte, dass ich mich gleich wieder zurückzog und dieses Thema nicht mehr ansprach. Das Tempo, wann jemand in der Lage ist, die wenn dann Falle zu durchbrechen und sich ehrlich eingestehen mag, dass es an der Zeit ist etwas zu tun, ist eben genauso individuell, wie das Stressempfinden und braucht eben manchmal leider viel, viel Zeit.

 

Wenn Sie diesen unschönen Kreislauf verlassen und Stress abbauen möchten, dann wissen Sie ja, wo Sie mich finden. Ich unterstütze Sie gerne und vor allem effektiv dabei!

 

Entspannte Grüße, Ihre

 

Susanne Körner

(Foto: Magann_fotolia.com)

Ich bin seit 2010 Systemischer-Coach und biete einen  vielseitigen "Methodenkoffer":

  • Work-Health-Balance Coach für systemische Kurzzeitkonzepte
  • Wingwave-Coach
  • EMDR- und Hypnosetherapeutin
  • magic-words Trainerin 
  • Systemischer Coach 
  • staatl. gepr. Heilpraktiker für Psychotherapie

                                                   (mehr, siehe "Über mich") 

Die STARKmacherin - für Frauen: Coaching für souveränes Auftreten im Beruf. Mein Frauenspecial zur Stärkung der Persönlichkeit und für mehr Selbstsicherheit.

Ich mache Frauen stark!