Wie Sie ersten Stresssymptomen entgegen steuern

Sind Ihnen eigentlich die typischen Stresssymptome bekannt? Und wenn ja, wissen Sie, wie ihnen entgegen steuern können? Was macht Sie so gefährlich? Ist Burnout eine Modeerscheinung oder ist da wirklich was dran?

 

Viele Fragen  - und hier kommen auch schon ein paar Antworten darauf. Denn ich stelle immer wieder fest, dass den meisten von uns gar nicht so klar ist, was am Stress das "Gefährliche" ist und warum alles andere als eine Modeerscheinung ist. Das ging mir auch lange so, bis ich selbst in diesen Kreislauf geriet. Andauernder Stress produziert Stresshormone, die dazu führen, dass der Körper langsam aber sicher ausbrennt, wenn wir schon die ersten Anzeichen ignorieren oder uns erst viel zu spät um sie kümmern. 

 

Welche typischen Anzeichen für Stress gibt es?

  • ständige Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Rückenbeschwerden
  • Bluthochdruck
  • Magenprobleme
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Gewichtszunahme u.v.m.

Das blöde daran ist, dass das Anzeichen sind, die fast jeder von uns kennt und deshalb dem Ganzen vielleicht nicht viel Bedeutung beimisst, so nach dem Motto: "Kann man schon mal haben." Das sind jedoch die ersten und ernsten Warnsignale des Körpers. Wenn wir ihnen zu wenig bis keine Beachtung schenken, kann es sein, dass die darauf folgenden schon etwas intensiver und heftiger ausfallen. Klar, Sie können Tabletten einnehmen, die den Blutdruck senken. Doch, wenn Sie an Ihren Stressauswirkungen nichts verändern, werden Tabletten nicht den gewünschten Effekt bringen, weil sich i. d. R. die Stresssymptome häufen.

 

Was Stresshormone dabei für eine Rolle spielen

 

Sind wir unter Stress, baut der Körper automatisch vor und schaltet in den "Flucht-Kampf-Bewegungsmodus". Eigentlich ein sehr wichtiger "Reflex" unsereres Körpers, sonst könnten wir bei Gefahr nicht adäquat reagieren. Doch in diesen Momenten werden allerhand Stresshormone wie z. B. Adrenalin, Cortisol produziert. Noradrenalin und Dopamin sinken ab, Serotonin wird stärker verbraucht, der Spiegel sinkt ebenfalls ab, was die Müdigkeit ausmacht. Insgesamt sind die Botenstoffe nicht mehr im Gleichgewicht, wobei ja jedes einzelne Hormon eine wichtige Rolle spielt. 

 

Die Folgen können z. B. Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Depression oder Angststörungen sein. Das ist der destruktive Cocktail, der den Körper langfristig zum Ausbrennen bringt. Bei dem einen früher, beim anderen später.

 

Was Sie rechtzeitig dagegen tun können

 

Ich dachte lange, dass ich dagegen unbedingt Entspannung brauche. Ja, auch. Aber in erster Linie hilft Bewegung, weil dabei die Stresshormone, die zu viel und in zu hoher Konzentration im Körper sind, durch Bewegung abgebaut werden.

 

Natürlich hilft auch Entspannung, denn durch die hohe Muskelanspannung entstehen vielfach Rückenschmerzen, starke Verspannungen der Schulter, Arme und des Rückens insgesamt. Mit Bewegung ist keineswegs immer Sport gemeint, wenn das einige abschreckt. Es hilft schon, wenn Sie anfangen, ein paar mehr Bewegungseinheiten einzuplanen, wie z. B. mehr Treppen als den Fahrstuhl nehmen, mehr das Fahrrad als ständig das Auto. 

 

Was noch hilfreich unterstützt Stress abzubauen

  1. ein gutes Zeitmanagement
  2. öfter Nein sagen und Grenzen setzen
  3. Prioritäten setzen, to do Liste führen
  4. Zeit für sich einplanen, Freunde treffen
  5. Aktivitäten zum Auftanken
  6. Atemtechniken, gezielte Entspannung
  7. absolute Ruhe, Zeit ohne Handy & Co.
  8. Dinge ganz bewusst genießen
  9. darauf achten, was einem gut tut

Und, was ich auch nicht wusste, dass vermehrtes Wasser trinken auch schon sehr entlastend für den Körper ist. Dazu noch Magnesium, damit dem Körper wieder etwas zugeführt bekommt, was auch unter Stress verstärkt abgebaut wird. Stress wirkt sich nicht nur körperlich, sondern auf den Geist und die Seele aus und hinterlässt seine Spuren. Ach, Sie kennen das alles schon? Setzen Sie denn bereits ein Gegenprogramm um? Fangen Sie an, ganzheitlich für sich etwas zu tun, beugen Sie vor und tun Sie sich Gutes!

 

Entspannte Grüße

 

Susanne Körner

(Foto: Reicher_fotolia.com)