Positiver Stress? Weshalb das egal ist ...

Im allgemeinen ist uns der Begriff "DisStress" als negativer und "EuStress" als positiver Stress bekannt.

 

Doch, das Wort ändert sich nur in der Vorsilbe, ansonsten bleibt es beim Stress. Es ist egal, denn biochemisch macht es für den Körper keinen Unterscheid, ob ich glücklich bin und im Stress oder gerade ziemlich unter Anspannung und Druck. Denn die Stresshormone werden gleichermaßen ausgeschüttet und setzen dem Körper zu - so oder so. 

 

Verliebtsein, der Sieg eines Wettkampfs, ein Ziel ist erreicht - Eustressmomente

Und trotzdem fühlt sich ein Stress unter positiven Umständen, wie z. B. wenn ich mich verliebt habe, mega gut an, oder? Das kennen Sie sicher, dass man in diesen Momenten die Welt aus den Angeln heben könnte oder, die Kräfte, die man in diesem Momenten spürt, für zwei reichen. Ich fühlte mich dann immer besonders leistungsfähig, meine Konzentration und meine Kreativität waren gerade so, als hätte man mir einen Turbo-Motor eingebaut. Und dann sind da ja noch die Glückshormone, die mich geradezu fliegen lassen. 

 

Auf Wolke sieben, oder was der Biochemie-Cocktail im Körper mit uns macht

Der Körper macht sich in Stresssituationen bereit auf Kampf oder Flucht, egal, ob wir gerade verliebt sind, oder unter Druck stehen. Da wird ein regelrechtes Feuerwerk an Hormonen im Körper gezündet. Deshalb werden auch unter positiven Stressumständen, wie dem Verliebtsein, die gleichen Hormone ausgeschüttet, wie z. B.: 

  • Adrenalin: Die verstärkte Adrenalinausschüttung ist z. B. für die erhöhte Aufmerksamkeit zuständig. 
  • Noradrenalin: Beides lässt uns hellwach sein und stimmt den Körper auf Aktivität ein. Deshalb kommen wir unter Adrenalin viel schwerer "runter" und sind noch eine ganze Weile ziemlich aufgekratzt.
  • Cortisol: Dieses Hormon verstärkt noch die Aufmerksamkeit und stärkt die Leistungsfähigkeit. Wenn ich mich noch mal an das Verliebtsein erinnere, konnte ich trotz viel zu wenig Schlaf, am nächsten Tag trotzdem auf meine vollen Kräfte zurückgreifen. 
  • Glückshormone: bei sogenanntem positiven Stress kommen noch Hormone, wie Serotonin, Endorphine oder Dopamin dazu. Diesen Zustand kennen gerade die Jogger ganz gut, denn diese werden häufig bei längerem Laufen ausgeschüttet, wenn man über einen bestimmten Punkt hinweg gelaufen ist.

Auf dem Boden der Tatsachen angelangt, oder was nach einer Stressphase eintritt

Wenn sich langsam aber sicher alles um Sie herum wieder "normalisiert" hat und Sie wieder Boden unter den Füßen haben, fallen Sie nicht selten in eine Art Loch. Die Hormone, die Sie zuvor noch beflügelt, wachgehalten und hochkonzentriert gehalten haben, haben nachgelassen und bewirken diesen Zustand. So z. B. als ich für meine letzte Prüfung habe wochenlang büffeln müssen und nach bestandener Prüfung eine innere Leere fühlte. Es setzte auch eine Art Ernüchterung ein nach einem Vortrag, den ich hochkonzentriert gehalten hatte. Das ist für manche der Grund sich keine Pause zu gönnen und sich weiter anzutreiben, um das Flow-Gefühl wieder zurückzubekommen, damit sie die innere Leere nicht mehr spüren.

 

Fazit: es gibt keinen "positiven Stress", der sich unterstützend auswirkt. Er fühlt sich richtig gut an, im Gegensatz zum negativen Stress. Die Umstände und die Motivation hinter dem Stress sind in den Auswirkungen auf den Körper sicherlich mit entscheidend, jedoch bleibt Stress eben Stress. Deshalb ist auch hier wichtig, gut für sich zu sorgen (z. B. zwischendurch mit der wingwave-Musik für die Balance) und einen Ausgleich zu schaffen, siehe auch unter Stressbewältigung

 

Entspannte Grüße

 

Susanne Körner

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